Sie kam laut, zusammen mit mir, als ich in ihren Anus spritzte. Obwohl es weh getan hatte, hatte es ihr einen äußerst intensiven Höhepunkt beschert. In der Zeit danach wollte sie es immer wieder auch so treiben, vor allem während ihrer Regel.
Wenn ich sie ansah, den Blick ihrer großen, dunklen Augen in süßer Melancholie, umrahmt von ihrem wallenden, schulterlangen Haar, dann erkannte ich, wie schön sie war. Manchmal dachte ich, ich könnte mich verlieben.
*
Irgendwann wurde sie ihrer unerreichbaren Liebe mit dem Herzen untreu. Ich war ratlos und entsprach ihr nicht.
Als ich mich dann später nach ihr sehnte, lud ich sie zum klassischen Dinner im Kerzenlicht. Der Abend war wundervoll, doch dann verabschiedete sie sich liebevoll, aber bestimmt.
ich versuchte nicht, sie zum Bleiben zu bewegen. Ich wusste, es war vorbei.
Meine Chance hatte ich gehabt und ich hatte sie nicht genutzt.
*
Als sie 20 wurde, quälte ich mich bereits mit meiner Ex.
Zu ihrem 30. Geburtstag war ich mit Frau und Kind geladen. Die Band ihres jüngeren Bruders hatte sich für dieses Fest noch mal zusammen getan und deren Sängerin, nun bundesweit erfolgreich mit einer Solokarriere, war eigens für sie angereist.
Wie sie ihren 40. Geburtstag feierte, weiß ich nicht. Er fand ohne mich statt.
Zuletzt getroffen hatte ich sie beim Vierteljahrhundert-Fest unserer Band, deren erster treuer Fan sie gewesen war. Ihre Klamotten waren teurer als damals, aber immer noch von dieser lässigen Eleganz. Sie wirkte wie damals als Twen, ein Jeanstyp eben und für immer jung.
Wenn ich das Portraitfoto betrachte, das ihr Vater an ihrem 20. Geburtstag gemacht hatte, mit diesem melancholischen Blick, dieser traurigen Nuance ohne jeden Vorwurf, als Betrachter ahnend, sie weiß, was ihr Glück sein könnte, stellt sich mir immer wieder die eine Frage.
Warum eigentlich habe ich sie nicht geliebt?
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