Stefano, der Küchengehilfe, hatte schon lange ein Auge auf Mariangela geworfen, so, wie viele andere auch, und ganz besonders erregt hatte es ihn, von der Küchendurchreiche aus zu beobachten, wie Männer an Mariangela fummelten, während sie sich bückte. Auch war ihm Mariangelas gerötetes Gesicht nicht entgangen – bei bestimmten Männern hatte sie an sich machen lassen, während andere den Weinkrug über die Rübe gezogen bekamen. Mariangelas Verhältnis zu Stefano war gut; beide gingen einander seit Jahren zur Hand, wenn gerade im Sommer der letzte Winkel der Taverne belegt war.
Schon seit längerem hatte er in jener Nacht die ahnungslose Mariangela durch eine Spalte in der Holzwand beobachtet, eine Spalte, die er mit Hilfe eines Zimmermannswerkzeugs so erweitert hatte, dass er Mariangelas Bett im Blick hatte. Die schlafende Mariangela war der Heilige Gral von Stefanos Träumen gewesen, über viele Jahre hinweg. Und jetzt… spielte sie an sich, und er hatte sich an ihrem nackten Prachtskörper, den schweren Birnenbrüsten, dem leicht gewölbten Bauch, den runden Hüften ergötzen können. Auch Stefano würde am nächsten Tag in der kleinen Kirche in Trastevere beichten, denn auch er war ein tiefgläubiger Christ.
Auf leisen Sohlen näherte er sich der masturbierenden Mariangela und beugte sich über sie. „Cara diabolina“, sagte er leise. „Liebe Teufelin…“. Mariangela starrte ihn mit schreckgeweiteten Augen an und verdeckte schamhaft ihre riesigen Brüste. „Troppo tardi“, lächelte Stefano. „Zu spät“. Da ahnte Mariangela, dass er sie seit längerem beobachtet hatte und war zwischen Scham und Erregung hin und her gerissen. Langsam zog Stefano sich sein Hemd über den Kopf; darunter war er splitternackt. Zum ersten Mal in ihrem Leben sah Mariangela diese enorme Lanze, von der ihre Freundinnen am Dorfbrunnen bereits berichtet hatten. Stefano war schon mit anderen Frauen aus Trastevere zu Gange gewesen. „Fammi vedere il tuo seno“, flehte er. „Zeig mir Deine Brüste“. Wie in Trance liess Mariangela ihre Hände zur Seite gleiten und gab den Blick frei auf ihre Prachtsdrüsen. Stefano kniete sich hin und spielte mit dem Mund an einer ihrer Brustwarzen. Mariangela unterdrückte ein Stöhnen, wohl wissend, wie dünn die Wände ihres Zimmerchens waren. Wenn ihr Vater wüsste…
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