Mariannes Handschrift

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Mariannes Handschrift

Mariannes Handschrift

Andreas

Es ist wieder einmal an der Zeit, dass ich von meinen Erlebnissen berichte. Natürlich betreffen sie hauptsächlich Marianne, die immer ein Auge auf mich hat. Sie erwähnt in meiner Gegenwart gerne, dass ich zu den ungezogenen Mädchen gehöre, worauf ich mit erhöhter Nervosität reagiere. Zumal Marianne eine gestandene Frau ist, die meine Mutter sein könnte. Obwohl auch ich mittlerweile bereits 28 Jahre zähle, wird mir immer ganz schwummrig, wenn Marianne mich tadelt.
„Wieso muss ich dich immer erst auffordern, bevor du deinen Hintern bewegst? Hatten wir nicht vereinbart, dass du dich um die Bettwäsche kümmerst?“ Ich komme mir hilflos vor, wenn sie mich so durchdringend ansieht. Mein Hinterteil fühlt sich an, als würde es jemand mit einer Feder kitzeln. Ich ahne, was auf mich zukommt und wenn ich ehrlich bin, kann ich es kaum erwarten. Marianne spielt mit mir, wie es eine Katze mit einer ängstlichen Maus tut.
„Ich weiß auch nicht, was ich noch machen soll, damit du mir zuhörst. Du bist doch eine erwachsene Frau! Warum benimmst du dich dann wie ein Schulmädchen?“ Sie macht eine Pause, in der sie mich nachdenklich ansieht. Marianne mustert mich. Ihre Augen wandern von meinen Haaren an abwärts, ruhen eine Weile auf meinem hellblauen Pullunder, um sich dann meinem gleichfarbigen Rock zu widmen. Einige Minuten später betrachtet Marianne meine Knie, die der Stoff nicht verdeckt, ehe sie einen abschließenden, durchaus wohlwollenden Blick auf meine College-Schuhe wirft. Ich selbst traue mich kaum, meine ältere Freundin zu betrachten. Marianne trägt einen dezenten Hosenanzug, der an eine kühle Geschäftsfrau erinnert. Oder auch an eine strenge Lehrerin, was in Mariannes Fall sehr passend ist. Schließlich hat sie viele Jahre als Lehrerin gearbeitet und dementsprechend Erfahrung mit widerspenstigen jungen Damen.

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