Sie begrüsste die Anwesenden mit einer Professionalität, die selbst Heidi Klum oder Michelle Hunziker zur Ehre gereicht hätte. “Gebt Euch die Hand”, sagte sie mit warmer Stimme zu den Kursmitgliedern, die im Halbkreis vor ihr sassen. “Gebt Euch die Hand und visualisiert Eure Wünsche, Euer Verlangen, ja Eure Begierde." Alle entspannten sich, Bettina öffnete die Beine und gab den Blick frei auf ihr “Wäldchen” unter dem kurzen grünen Rock – ganz zur Freude von Martin, Thomas und Jasper. Stefan sass zu weit drüben als dass er etwas hätte sehen können. Das begann ja viel versprechend – wo das Ganze wohl enden würde? Liebe in der Gruppe mit all den hübschen Frauen? Sex am Strand? Ausgedehnte Erkundungsreisen am weiblichen Körper? Jaspers Mund wurde trocken; in ihm begann Verlangen zu glimmen. Verlangen nach Bettina und ihrem “Wäldchen”. “Wir haben einen Forschungsauftrag; und Forschung heisst Arbeit. Ist Euch das allen klar?” Die Stimme der Kursleiterin nahm mit einem Mal einen militärischen Unterton an. “Wir treffen uns, nur mit Unterwäsche bekleidet, im Nebenraum zum Abendessen. In 20 Minuten sind alle da. Der Nebenraum ist geheizt”, fügte sie an, als ob sie Gedanken lesen könnte.
Im Grunde bedarf die 5. Folge von “der Isiris-Punkt” keiner Worte. Schliess einfach die Augen, und stell Dir die Frau, die Du am allermeisten begehrst, in diesem wunderbaren, exorbitanten chinesischen Designerstück vor. Die Nippelchen sind kaum zu sehen vor lauter Glitzer und Glimmer – spielt aber überhaupt keine Rolle, nicht? Also: In genau diesem BH erschien die Kursleiterin zum Abendessen. Einer Pharaonin gleich stand sie am Buffet und bediente sich bei Lachs, Kapern, Frischkäse und Trauben. Maria in ihrem Sloggi-Ding wirkte neben der Kursleiterin wie ein welker Wiesenkerbel. Oder so. Jasper sah das natürlich ganz anders. Er stand auf “Frauen von nebenan”, Nachbarinnen halt, im etwas zu häufig gewaschenen H&M-Höschen. Exklusives liess ihn eher kühl, keine juwelenbesetzten Brustwarzen also. Und die andern Männer? Na ja. Sie präsentierten sich nicht gerade in Liebestöter-Unterhosen, aber die leicht schwuchteligen Seidenshorts von Martin, mit Herzchen drauf, reizten nun doch zum Lachen. “Bestimmt hat er n geilen Knackarsch”, raunte Bettina Maurinde zu. Maurinde, dem “Putzerl”. Ihr “Putzerl” zeichnete sich übrigens wunderbar ab unter einem viel zu kleinen, lindgrünen Höschen. Dies wiederum entging Thomas nicht. Er stand total auf “camel toes” und hatte zuhause auf seiner Harddisk Dutzende davon, heimlich und fies aufgenommen, irgendwo, an den Stränden dieser Welt. Dann geschah es.
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