Vor dem Lokal wachten Angestellte, falls die Polente auftauchen sollte. Die Herren Knoll und Kaiser verfügten über gute Kontakte, die auch in höhere Beamtenkreise reichten. Von daher war das Risiko eines Polizeieinsatzes sehr gering. Die vierköpfige Band begann zu spielen. Kaiser rief die ersten Kandidatinnen auf die Bühne. Die meisten Mädchen agierten recht hölzern. Man sah ihnen die Scham an, vor der johlenden Zuschauermenge Haut zu zeigen. Da es aber zu den Regeln gehörte, das Naschwerk mit blankem Hintern zu beglücken, mussten die armen Frauen blankziehen. So wurden die Kuchen und Törtchen zwar plattgedrückt, aber einen erotischen Mehrwert gab es bei den meisten der Damen nicht zu bestaunen. Das zahlende Publikum erfreute sich mehr an den verschmierten Popos, die es in allen Formen und Größen zu bewundern gab. Dies änderte sich, als Elle die kleine Bühne betrat. Sie bestach mit einer naiven Dreistigkeit, die zu tosendem Applaus führte. Dora schmunzelte, als sie aus sicherer Entfernung zuschaute. <Das Luder macht es richtig gut. Na warte, wenn ich dich das nächste Mal überm Knie liegen hab!> murmelte sie leise vor sich hin. Elle saß schließlich verschämt auf den Resten eines Apfelkuchens. Die Menge johlte vergnügt. Dora war nun auf Suses Auftritt gespannt, der nicht lange auf sich warten ließ. Elles Nachfolgerin hinterließ keinen großen Eindruck, nachdem sie sich lustlos auf das Backwerk plumpste. Jetzt folgte Suses Kür. Suse agierte kecker als Elle. Zu einer flotten Swing-Nummer entblößte sie ihren runden Po. Alle hielten den Atem an, als Suse auf einer Schokoladencremetorte thronte. Sie gab die sündige Königin und manchem Mann wurde die Hose zu eng, als er ihren klebrigen Popo zu sehen bekam. Suse reckte ihr Ärschchen den Zuschauern entgegen, die sich kaum noch beruhigen wollte. Nach diesem Höhepunkt folgten weit schwächere Darbietungen.
Matie Cherie
schreibt Huldreich