Marie Cherie

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Marie Cherie

Marie Cherie

Andreas

Elle bewunderte den blanken Popo, der trotz seiner Größe eine majestätische Schönheit besaß. Marie neckte ihre neu gewonnenen Fans. Sie berührte die Torte nur sacht, aber es genügte, um einen Sahneklecks samt Kirsche zu entführen. Maries Pospalte zierte ein rot kandiertes Früchtchen, was an Frivolität kaum zu überbieten war. „Setz dich auf die Torte! Komm schon, senk deinen Hintern ab, bis er die Schwarzwälder zusammendrückt!“ forderte ein zwielichtiger Kerl in einem Stresemann Anzug. Marie wusste, dass der richtige Zeitpunkt nahte. Sie raffte noch einmal das karamellfarbene Kleid, ehe sie sich mit wahrem Genuss auf die Torte hockte. Alle klatschten frenetisch Beifall, als Maries Popo die Sahnetorte küsste. Mit frechem Lächeln rutschte sie auf dem Schemel umher, während die klebrige Sahnetorte ihren gesamten Hintern verzierte. Marie blieb eine Minute sitzen. Die staunenden Zuschauer warteten gespannt, bis Marie sich aufrichtete, um der Menge ihren Popo zu zeigen. Es gab ein apartes Bild, als Maries kirschengeschmückter Po um seinen verdienten Beifall bat. Den Sahnehintern ins Publikum haltend, machte Marie eine letzte Verbeugung. Sie trippelte unter tosendem Applaus von der Bühne. Dora eilte in die Garderobe, wo sie Maries Popo von der Tortenpracht befreite. Es dauerte fast 10 Minuten, ehe Marie an der Prämierung teilnehmen konnte. Sie trug weiter ihre Maske, als Charly Kaiser ihren Sieg verkündigte. „Wertes Fräulein, unsere Gäste haben sie eindeutig zur Siegerin dieses Wettbewerbs gekürt. Ich darf ihnen diesen Umschlag mit 100 Reichsmark überreichen!“ Marie nahm das Kuvert dankend entgegen. Sie entdeckte Ulrich, der etwas enttäuscht wirkte. Marie sah auch Elle und Suse, die bei ihm standen. Marie ging zu dem Trio, ohne sich zu offenbaren. Sie steckte den Umschlag den Mädchen zu. „Teilt euch das Geld ihr zwei Hübschen. Ihr habt eine süße Vorstellung gegeben, wie mir meine Freundin berichtet hat!“ Die Dienstmädchen stutzten, ohne weiter nachzufragen. Elle nahm das Kuvert, wobei sie sich sehr bedankte. „Vielen Dank, das ist sehr großzügig von ihnen!“ Suse ahnte, wer hinter der Maske steckte. Ihr Po begann zu jucken, während auch sie Marie ihrer Dankbarkeit versicherte. Ulrich verschwand an die Bar, um seinen Frust hinunterzuspülen. Marie verabschiedete sich indes von den Mädchen. „Wir werden uns sehr bald wiedersehen, ihr süßen Schlingel! Dann reden wir ein ernstes Wörtchen miteinander!“ Marie sprach diese unverhohlene Drohung mit einem charmanten Lächeln aus. Sie lief zu Dora, die auf sie am Ausgang des Clubs wartete. Suse erkannte die frühere Gouvernante. „Das gibt Ärger, Elle! Ich glaube, wenn wir wieder auf dem Landgut sind, werden wir eher auf weichen Kissen statt auf sahnigen Torten sitzen.“ Elle blickte zum Ausgang. Sie sah Marie, die ihre Maske abnahm. Fräulein von Erlbach winkte ihren Schützlingen zu, ehe sie mit Dora auf die Straße trat. Elles Hände legten sich augenblicklich über ihre hinteren Rundungen. Jetzt wusste sie, dass Suse Recht hatte.

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Matie Cherie

schreibt Huldreich

Lieber Andreas! Bravo, die Geschichte ist zauberhaft, erinnert natürlich an "La grande bouffe" aber der Zeitbezug ist besonders schön. Danke für das Vergnügen und liebe Grüsse Ulrich Hermann

Gedichte auf den Leib geschrieben