Auch wenn Marie ganz peinlich darauf achtete, die frischen Striemen zu meiden...
Jome träumte einen unruhigen Traum. Und der handelte von Raub, Verschleppung und nicht enden wollender Schändung…
*
Seither war ein gutes Jahr vergangen. Inzwischen hatte Jome Vertrauen gefasst. Sie liebte ihre sanfte Herrin von ganzem Herzen. Das Mädchen weinte nicht mehr, wenn es sein hübsches Gesicht im Schoße der blonden Herrin bettete. Noch immer sprach sie nicht. Aber sie nickte verständig und bediente sich gestenreicher Fingersprache. Eindeutig Jome war Stumm. Und das gewiss nicht von Geburt an. Ihre Zunge war intakt. Davon konnte Marie ein Lied singen. Vielleicht hatte sie einen derart harten Schock erlitten, dass sie die Sprache verloren hatte?
Doch zuhören konnte die Süße um so besser. In Maries warmer Stimme lag so viel Zuneigung, dass sie ihrem Klang stets mit Freude lauschte. Und sie genoss die kosenden Fingerspitzen, welche sich da gerade wieder unter ihr luftiges Gewand schoben. Marie genoss immer wieder jenes empfindliche Zusammenzucken, wenn sie diese zarten Brustkegelchen berührte.
Auch wenn Jome nicht jedes Wort verstand. Der Klang von Maries warmer Erzählstimme, ging ihr doch direkt in die Seele.
Und vor Jomes geschlossenen Augen, entwickelten sich allmählich lebendige Bilder dazu.
Nach einem zweiten, tiefen Zug vom süßlichen Rauch der Wasserpfeife, begann Marie zu erzählen...
*
...Marie erinnerte sich plötzlich wieder ganz genau an das Gefühl der harten Fußeisen. Seit sie Leons Lager verlassen hatte, war es ihr nicht gut ergangen.
Plötzlich hatte sie ihn wieder in der Nase; ...den Geruch der Mitgefangenen; ...Lumpen die durchtränkt vom Schweiß der Mittagshitze auf der juckenden Haut klebten.
Im Kontrast dazu, sie spürte sie wieder nahezu körperlich, diese kalten Nächte in der Wüste.
MARIE im Harem des Sultans
TIMEA – Die Abenteuer einer geraubten Prinzessin - 12. Teil
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MARIE im Harem des Sultans
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