Sie spürte die zitternden Körper der armen Leidensgenossinnen wieder körperlich. Auf nacktem Boden lagen sie zusammen gedrängt unter freiem Himmel. Stets bemüht, sich gegenseitig einen Hauch von Wärme zu spenden.
Marie erinnerte sich an die grausamen Treiber. Grobe Kerle mit Bärten, die sie von Zeit zu Zeit in ihre von Kohlebecken geheizten Zelte holten. Nicht etwa aus Gnade. Nur, um dort ihre gemeinen Spielchen mit ihnen zu treiben. Marie erinnerte sich nur zu gut an die klagenden Schreie. Wenn die Mädchen sich wehrten; ...die Peitschen an ihren Gürteln, dienten nicht nur der Dekoration...
Anfangs hatte Marie sich noch glücklich geschätzt. Hatte tatsächlich geglaubt, da Leon sie dem Händler zum persönlichen Geschenk gemacht hatte, würde er sie besser behandeln.
Doch weit gefehlt. Dieser Sklaventreiber war ein perverser Sadist höchsten Grades. Er peitschte sie aus reiner Lust. Und ihr Intimschmuck, auf den sie einst so stolz gewesen war, reizte ihn immer wieder zu besonders gemeinen Spielereien. Ein Wunder, dass sie das alles ohne schlimme Narben überstanden hatte.
Die Karawane zog indes von Handelsplatz zu Handelsplatz. Man sammelte vorzugsweise blonde, hellhäutige Frauen für den Verkauf in den Orient. Nur Rothaarige waren noch beliebter. Sie erzielten Höchstpreise; ...besonders die extrem Sommersprossigen.
Anschließend erwartete sie ein Schicksal hinter Haremsmauern, ...oder schlimmer noch: Bordelltüren. Keine dieser Aussichten ließ auf ein gutes Ende hoffen. Denn wenn man nicht gerade im Sultanspalast landete… In einem Privatharem ging es oft schlimmer zu, als im Bordell...
Bevor man sie ins Morgenland einschiffte, gönnte der Mädchenhändler seiner Ware eine kurze Erholung bei gesunder Ernährung und frischer Luft. Sogar ein Arzt kümmerte sich darum, sie für die lange Überfahrt fit und bei Kräften zu halten.
MARIE im Harem des Sultans
TIMEA – Die Abenteuer einer geraubten Prinzessin - 12. Teil
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MARIE im Harem des Sultans
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