MARIE im Harem des Sultans

TIMEA – Die Abenteuer einer geraubten Prinzessin - 12. Teil

38 9-15 Minuten 0 Kommentare
MARIE im Harem des Sultans

MARIE im Harem des Sultans

Peter Hu

Und damit nicht genug. Als sie nochmals in die Truhe griff, fand sie eine nicht eben kleine Börse, die bis zum Rand mit Goldmünzen gefüllt war; oben auf ein weiteres Schreiben, welches sie anwies, nach seinem Tod auf direktem Wege zum Kadi zu gehen.
So brach Marie dann auch auf, verschleierte sich für den Weg, ...und reihte sich in die Schlange der Wartenden ein.
Doch als die Sonne unterging, wurden die Pforten des Gerichts geschlossen. „Sie solle am nächsten Tag, gleich ganz früh am Morgen wieder kommen“, ….hatte ihr der Gerichtsdiener noch freundlich geraten...
„Eine Nacht im Hause des Toten, kann wohl nicht schaden“ ...murmelte Marie noch vor sich hin, und ging heim.
Doch das war ein Fehler, den sie schwer bereuen sollte.
Denn der älteste Sohn, der wie die drei anderen, nie zu Besuch kam; ausgerechnet jetzt war er gekommen ...und hatte den Toten entdeckt. Kurzerhand griff er sich die verdutzte Marie. Grob und gierig durchsuchte er die Kleidung der Sklavin, stahl ihr das Gold, ...und zerriss ihre Freilassungsurkunde.
„Eine Sklavin deiner Güte, wird auch ein hübsches Sümmchen im örtlichen Hurenhaus einbringen. ...Lass doch mal kosten“, ...höhnte der Gierige noch lauthals. Marie wehrte sich schreiend...

Doch der Zufall meinte es bei allem Unglück wieder einmal gut mit Marie. Denn der Kadi, genau jener, der vorhin noch so früh Feierabend gemacht hatte, ...schlenderte zufällig des Weges.
Nicht, dass er ein besonders guter, oder gar gütiger Mann war. Aber er dachte immer an sein berufliches Fortkommen. Eine Beförderung stand lange aus. Er erkannte Potential, wenn es ihm über den Weg lief. Ihm war bekannt, dass der Sultan mal wieder einmal nach einer besonderen, exotischen  Frau suchte. Ein guter Vorwand, sich in Erinnerung zu rufen. Und die Stelle des Bezirks-Kadis, war gerade neu ausgeschrieben worden; ...weil man den Alten vergiftet hatte.

„Keinesfalls kommt diese Perle in ein Hurenhaus“, ...rief er da mit der Entschlossenheit seiner Amtsgewalt aus.
„Solche Perlen gehören in den Sultanspalast. Und diese Exotische Goldhaarperle ist beschlagnahmt!“…

So kam es, dass Marie am Ende im Palast des Sultans landete. Wenngleich einstweilen auch nur als einfache Sklavin im Gesindehaus…

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 14735

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben