Kurz darauf sank sie in einen wohligen Schlaf.
Es war ein anregender Austausch zwischen Erika und Marie. Die Erzieherin gestand freimütig, dass sie Cordula nicht ganz selbstlos übers Knie legte.
„Ich redete mir lange ein, dass diese besonderen Strafen ihrer Erziehung dienen, aber mittlerweile erkenne ich, wie gerne ich sie selbst herbeiführe. Wenn ich Cordulas Popo versohle, gerät mein Blut in Wallung. Ich weiß nicht, ob diese Passion normal ist."
Marie beruhigte Erika.
„Ich war einst in derselben Lage, in der sich Cordula befindet. Dora hieß meine Gouvernante und sie lehrte mich, dass Schmerz und Lust enge Verwandte sind. Sie ließ mir keinen Fehler durchgehen, aber sie strafte mich nie in blinder Wut. Dieselbe Vorgehensweise beobachte ich bei dir im Umgang mit Cordula."
Erika umarmte Marie. Sie versprach, dass sie und Cordula ihrer Einladung so bald wie möglich folgen würden. Marie drückte Erika fest an sich.
Sie verabschiedete sich, da sie entgegen ihrer ursprünglichen Absicht die Nacht doch nicht in Grunewald verbringen wollte. Marie dachte an Aglaia. Sie wollte ihre Freundin nicht noch mehr enttäuschen, indem sie erneut auf sich warten ließ. Jürgen holte Marie mit dem Auto ab, so wie sie es vereinbart hatten. Es wurde eine stille Fahrt. Jürgen spürte, dass Marie keinen Redebedarf hatte, und so verzichtete er auf etwaige Konversationsversuche. An diesem Abend traf Marie nicht mehr auf Aglaia. Nach einer unruhigen Nacht, in der sie immer wieder aufgewacht war, suchte Marie am frühen Morgen die direkte Konfrontation.
„Wir haben etwas zu klären, Aglaia. Ich kann nicht länger warten. Meine Tage in Berlin gehen zu Ende und ich bitte dich inständig darum, diesen Konflikt zwischen uns zu beenden."
Aglaia antwortete zuerst mit einem Nicken, ehe sie doch noch die passenden Worte fand.
Marie im Taumel der Liebe
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