Dann wand sich Tina, einer Schlange gleich, und glitt zu Marie-Lou hin. Sie packte den Peitschengriff fester. Dann schlug sie zu. Marie-Lou presste ihre Oberschenkel zusammen, aber es half nicht. Tinas Schläge waren gezielt, auf Marie-Lous Oberarme, ihren Bauch, ihre Knie, ihren Po. Das Ausgeliefert-Sein, der intermittierende Schmerz, so sicher wie das Amen in der Kirche, und Tinas Brüste, diese geilen, kecken, glimmerbeschmierten Brüste. Tinas gepflegte Vulva. Marie-Lou war elektrisiert, empfand Lust, und ihr Unterleib wurde immer wärmer.
Dann, von einem Moment auf den andern, liess Tina ihre Peitsche sinken, wurde vom Weib zur Frau, zur weichen, warmen, verlangenden Frau. Sie schmiegte sich an Marie-Lou, küsste ihren Hals, schob ihr die Zunge in den Mund… und Marie-Lou zerfloss.
Dann schreckte sie aus ihrem Traum hoch. Der Wecker hatte nicht geklingelt! Es war schon 03:30 Uhr. Marie-Lou verliess, noch ganz benommen von der erotischen Stimmung, eilends ihr warmes Bett und ging ins Bad, wo sie sich erfrischte. Die kalten Wasserspritzer auf Gesicht und Busen taten ihr gut.
Knapp nach 04:00 Uhr stand sie in der Bäckerei – in der kleinen Garderobe.
Hing da wirklich ihre Schürze? Sie war nicht angeschrieben, aber Marie-Lou hätte wetten können, dass die von gestern Abend einen dunkleren Weisston aufgewiesen hatte. Sie zwängte sich in ihre Hose und brachte den obersten Knopf nicht zu. „Ist was?“, flötete Tina, als könnte sie Gedanken lesen. Marie-Lou antwortete nicht und knöpfte die Schürze über ihrer Brust. Die Knopflöcher spannten. So würde sie sich niemals bücken können, sie würde noch nicht einmal in der Lage sein, einen Sack voller Mehl von A nach B zu tragen. Sie wagte kaum zu atmen, und das Peinlichste, was ihr wohl passieren konnte, waren platzende Knöpfe im Kundenraum. „Komm endlich“, forderte Tina sie auf.
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