Marie-Lou, die Bäckerin

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Marie-Lou, die Bäckerin

Marie-Lou, die Bäckerin

Anita Isiris

Als Marie-Lou den Produktionsraum betrat und auf einer langen Liste nachsehen wollte, welche Arbeitsabläufe einzuhalten wären, erstarrte sie. Tina trug schwarze Stiefeletten. Untenrum war sie nackt, und die Nippel ihrer kecken Brüste glitzerten im Neonlicht. Das schwarze Haar war zu einem Zopf geflochten, den sich Tina kunstvoll um den Kopf gelegt hatte. „Komm, Süsse…“, sagte sie. „Gefalle ich Dir?“

Marie-Lou schluckte leer. „Die Arbeit hier beginnt doch nicht schon um 04:00 Uhr, Du Dummchen. Die andern kommen um 06:00 Uhr. Der Laden öffnet am Dienstag immer erst um 10:00 Uhr, und so haben wir Zeit, viel Zeit füreinander. Geil, wirklich geil, Dein enges Kostüm…“

Marie-Lou sagte nichts, ihre Augen weiteten sich. Sie griff nach hinten und stellte fest, dass die Tür zum Kundenraum abgeschlossen war. „Na?“, fragte Tina neckisch. Ihre rot lackierten Fingernägel wirkten in dieser Situation hochgradig obszön, und ihre feingliedrigen Finger konnten bestimmt noch ganz andere Dinge tun als Bananen zu schälen und Kiwi zu rüsten.

Tina tänzelte auf Marie-Lou zu, so, als wäre sie eine Teufelin. Vielleicht war sie das ja auch. Dann hatte sie plötzlich dieses Ding in der Hand, diese feine, unscheinbare Peitsche, und sie spielte mit deren Griff ungeniert zwischen ihren Beinen herum. Sie rieb sich lediglich die Innenseite ihrer Oberschenkel – die Muschi liess sie aus. Es war ein bizarrer, faszinierender Tanz, der sich Marie-Lou da bot; Peitsche in eleganten, langfingrigen Frauenhänden, spitze Brüste, eine köstliche Vulva, eine niedliche Frisur. Tina bewegte sich vor und zurück, kniete zu Boden, ging ins hohle Kreuz… und Marie-Lou staunte.

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