Marie macht ganz Wien verrückt

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Marie macht ganz Wien verrückt

Marie macht ganz Wien verrückt

Andreas

Marie schämte sich, wie schon lange nicht mehr. Dora behandelte sie wirklich wie eine ungezogene Göre und das vor all den einfachen Leuten. Antonio sah ihr nachdenklich hinterher. Er war heilfroh, dass sich Dora nicht über sein Verhalten beschwerte. Dann wäre er ohne Arbeit dagestanden. Marie tat ihm zwar leid, aber andererseits gönnte er ihr die zu erwartende Abreibung. Die eigene Mutter durfte eine brave Tochter niemals anlügen. Das gehörte sich einfach nicht. Maries Povoll war verdient und wahrscheinlich überfällig. Antonio hätte sehr gerne dabei zugesehen. Er ging seufzend in sein Zimmer zurück, während sich das Gelärm, das die beiden Damen machten, langsam entfernte.

Es war kurz vor 22 Uhr, als die Damen die Rezeption passierten. Um diese Uhrzeit war noch allerhand los im Hotel. Nicht nur der Portier machte Augen, da Marie von Dora wahrhaft abgeführt wurde.
Im Foyer drehten sich ebenfalls viele Köpfe, als Marie in den Paternoster geschleppt wurde. Dora sprach so laut, dass auch der Taubste mitbekam, was sie mit Marie vorhatte. Marie klingelten die Ohren, die von Doras Ziehen sowieso schon ganz rot waren. „Dir hau ich gleich so den Popo voll, dass er in keine Hose mehr passt! Na warte, du Schlingel, bis ich mit dir fertig bin…dann weißt du was Schmerzen sind…so ein garstiges Mädchen…gerademal 18 und meint sie sei die Grande Dame…“

Zwei 19-jährige Backfische sahen sich ängstlich an. Ihre Mutter hingegen schmunzelte, als sich die Aufzugstür hinter Dora und Marie schloss. Wenn diese bewundernswerte Dame ihrer Tochter…dann könnte sie ihren Zwillingen doch auch…Die Mädchen rieben sich panisch die Sitzflächen ihrer Röcke, als wüssten sie bereits, was in ihrer Mutter vorging. Beide hatten es plötzlich sehr eilig, als sich die Mama mit energischen Schritten näherte. Marie hörte was sie sagte, ehe der Aufzug nach oben fuhr.
„Christiane, Adele –, wir rechnen jetzt miteinander ab! Eure Popos können sich schon mal freuen…“

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