Marie macht ganz Wien verrückt

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Marie macht ganz Wien verrückt

Marie macht ganz Wien verrückt

Andreas

Toni staunte ob dieses Geständnisses. Er schätze Marie auf mindestens 18 Jahre, fand es daher eher ungewöhnlich. Allerdings erregte ihn der Gedanke, dass dieses hübsche Mädchen von ihrer betörenden Mama Hiebe bezog. Er bohrte nach, wollte detailliertere Angaben aus ihr heraus kitzeln.

„Marie, ich verstehe nicht. Willst du etwa sagen, dass Mama ein so großes Mädel noch immer haut?“
Ein Hauch von Röte huschte über ihr Gesicht, gab eigentlich Antwort genug. Marie gestand es ihm.
„Ja, leider. Sie wird mich übers Knie legen, wenn sie davon hört, und dann bekomme ich es auf den Popo, obwohl ich schon 18 bin. Stell dir nur vor, Toni. Ich finde dass sich so etwas gar nicht gehört…“

Der Page stutzte. Sollte das Mädel doch jünger sein, als er dachte. Er spürte, das
hier etwas nicht stimmte, konnte aber nicht sagen, was es war. Toni beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.

„Sie hebt dir den Rock hoch? Du bekommst von der Mama Schläge auf den Hosenboden, Marie?“
„Wenn es nur das wäre! Nein, viel schlimmer…in diesem Fall setzt es was auf den bloßen Popo…“
„Oha! Deine Frau Mutter scheint eine resolute Dame zu sein. Andererseits muss ich ihr beipflichten, auch wenn dir das nicht gefällt. Ein sechzehnjähriges Mädel sollte nicht im Zimmer eines jungen Mannes sein! Ich dachte eigentlich, dass du schon etwas älter bist. Sonst hätte ich nicht zugestimmt.“

Toni durchschaute sie. Marie wurde bewusst, dass ihre Verkleidung nicht jeden täuschen konnte. Der Page besaß nicht nur ein gutes Gespür, er konnte auch aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen, was den Umgang mit jungen Damen betraf. Marie benahm sich eine Spur zu selbstsicher für einen Backfisch. Marie sah ein, dass es besser war, ihm die Wahrheit zu sagen. Zumindest einen Teil davon.

„Ich bin keine 18, das stimmt. Letzten Monat wurde ich 22, und da liegt das Problem. Mama behandelt mich immer noch wie ein Kind. Du siehst ja, wie sie mich einkleidet. Sieht so eine junge Dame aus, frage ich dich? Mama sieht in mir immer noch das kleine Mädchen, nicht die junge Frau…“

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