Sie bekräftigte Friedrichs Wunsch, seine angebliche Nichte übers Knie legen zu wollen. Dora fand, dass man dies gleich erledigen sollte. Ihr diesbezüglicher Vorschlag hörte sich so an: „Es gibt hier eine schöne Parkanlage. Dort finden wir bestimmt eine diskrete Ecke, in der sie Marie strafen können. Fräulein Dunja und ich werden sie dabei abschirmen. Was sagen sie, Fritz?“
Zu Maries Entsetzen war Friedrich sehr einverstanden. Maries Scham äußerte sich in puterroten Bäckchen, die ihre mädchenhaften Züge noch stärker betonten. Die junge Dame benahm sich durchaus wie ein 18 jähriges Mädel. Maries schmollende Lippen waren hinreißend. Dunja konnte sie so gut verstehen. Ihr tat dieser arme Backfisch leid, da sie mit dessen Nöten durchaus vertraut war. Dunjas Mutter machte ja auch nie viel Federlesen, wenn eine Bestrafung der Tochter anstand. Die ungarische Mama zögerte nicht einmal, ihrem großen Mädchen im Freien die Röcke zu heben. Daran erinnerte sie sich, als die kleine Gruppe den Wiener Stadtpark erreichte. Dora fand einen abgelegenen Platz, der ihr tauglich schien. Er befand sich abseits der Hauptwege, auf denen doch etliche Flaneure unterwegs waren. Es gab sogar eine Sitzgelegenheit in Form eines umgesägten Baumstammes. Auf diesem Meterholz konnte Fritz Platz nehmen, um Marie übers Knie zu bitten. Dunja beobachte ihren neuen Geliebten ganz genau. Langsam zweifelte sie, ob es sich bei Marie wirklich um seine junge Cousine handelte. Ihrem Aussehen nach, durfte sie höchstens 18 sein. Was Dunja jedoch stutzig machte war die Art, in der Friedrich Marie ansah. In seinen Augen lag ein gewisser Glanz, der Dunja bekannt vorkam. Dunja gesellte sich zu Dora, die ihr durchaus sympathisch erschien. Diese streng wirkende Dame erzog das Mädel sicherlich mit fester Hand. Dunja würde sie danach fragen wollen, gleich nachdem Marie ihren Povoll bezogen hatte. Fritz klapste sich aufs Bein.
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