„Was hast Du nur mit meinem armen Popo angestellt? Ich werde kaum auf ihm sitzen können!“
Der junge Mann hob bedauernd die Arme. Es freute ihn ja, dass seine Hiebe Wirkung zeigten.
„Du bist selbst schuld, Du ungezogenes Mädel! Dein großer Arsch verträgt schon eine gute Portion!“
Was er sagte, klang gut! Dora erregte sich an seiner deftigen Wortwahl. Sie mochte seine unverblümte Direktheit. Mit einem zufriedenen Lächeln rieb sie ihr rotes Hinterteil. Dora bereute nicht, dass sie sich seiner Zucht ausgeliefert hatte. Marie würde bei Fritz auf ihre Kosten kommen, da war sich die Gouvernante absolut sicher. Sie bat den jungen Herrn um Diskretion, was diesen Nachmittag betraf. Fritz sicherte ihr sein absolutes Stillschweigen zu. Marie sollte nichts erfahren.
Bevor Fritz ihr Zimmer verließ, zeigte ihm Dora ihre Sammlung an Schlaginstrumenten. Ein gelb schimmernder Rohrstock hatte es ihm besonders angetan. Es handelte sich um ein besonders elegantes Exemplar, das die Gouvernante in London erstanden hatte. Sie überreichte es Fritz.
„Ich schenke Dir diesen treuen Freund. Halte ihn in Ehren und benutze ihn auch, wenn es nötig ist!“
Fritz bedankte sich überschwänglich für ihr Geschenk. Marie würde Augen machen, wenn sie wieder einmal der Hafer stach. Sie sollte ihr erstes Treffen mit dem Spanier nicht so schnell vergessen! Derart entschlossen verabschiedete er sich von Dora. Fritz fühlte sich ausgezeichnet, als er nun nach seiner Verlobten in spe Ausschau hielt. Maries Mutter riet ihm, er solle es bei den Stallungen versuchen. Marie liebte die Pferde, leistete diesen edlen Tieren gerne Gesellschaft. Fritz machte sich gleich auf den Weg dorthin. Frau von Erlbach sah ihm verwundert nach. Solch einen ausgefallenen Gehstock hatte sie noch nie gesehen. Fritz hatte ihn ganz lässig unter seinen Arm geklemmt. Diese jungen Leute und ihre modischen Torheiten! Kopfschüttelnd ging sie ins Haus zurück.
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