Marie und der Gigolo

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Marie und der Gigolo

Marie und der Gigolo

Andreas

Dora ahnte, was ihre junge Geliebte nun brauchte. Es musste ein Mann sein, dessen Schwanz in der Lage war, Maries Nöte zu befriedigen. Momentan benötigte Marie keinen kulturellen Austausch mit einem Feingeist, sondern einen strammen Klöppel, der ihr Gefühlschaos auf ein verträgliches Maß reduzieren konnte. Lydia wusste Rat. Die Schauspielerin kannte einen jungen Mann, der sich sein Auskommen als Gigolo sicherte. Ferdinand zählte 31 Lenze, war hochgewachsen und mit vollem, dunklem Haar ausgestattet. Dora und Aglaia merkten auf, als ihnen Lydia von den weiteren Vorzügen des Kavaliers vorschwärmte. Was die Mimin erzählte, hörte sich gut an, passte perfekt zu Maries Wünschen. „Ferdinand versteht sich nicht nur auf die hohe Kunst des Beischlafs, er geht darüber hinaus auf die Vorlieben seiner Damen ein. Wenn es Marie gefällt, legt er sie vorab über sein Knie. Oh, ich gerate ins Schwärmen, wenn ich an seine energische Vorgehensweise denke. Ferdinand fesselte mich ans Bett, um mich dann auf lustvolle Weise zu quälen. Marie kann sich schon freuen…“
Theodora und Lieselotte kicherten, worauf ihre Herrin die Augenbraue spielen ließ. Die beiden Dienstmädchen hatten mitgehört, da sie gerade den Kaffeetisch abräumten. Marie flüsterte Dora zu, dass sie diesen Ferdinand gerne kennenlernen wollte. Ihr Fötzchen kribbelte arg, und sie wünschte sich nichts sehnlicher, als einen Herrn, der dieses elende Jucken vertreiben konnte. Am besten rasch!
Marie bat Dora, besagten Ferdinand so schnell wie möglich aufzusuchen. Sie wollte einen Kerl haben.

Dora schlug vor, dass sie Marie begleitete. Sie wollten Ferdinand in seiner Souterrainwohnung besuchen, die sich direkt am Alexanderplatz befand. Marie war aufgeregt, als sie über eine kleine Treppe hinweg in die Wohnung gelangten. Ferdinands kleines Reich befand sich unterhalb einer Gaststätte, die jedoch über einen separaten Eingang verfügte.

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