Marie und die Künstlerin

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Marie und die Künstlerin

Marie und die Künstlerin

Andreas

Aglaia huschte aufgeregt durch die Räume der noblen Behausung. Das Gebäude, in dem sich ihre Wohnung befand, stammte noch aus der Gründerzeit, und verfügte daher über dementsprechend großzügig geschnittene Räumlichkeiten. Aglaia verdiente ihr Geld als freischaffende Künstlerin. Die Malerin schuf sehr moderne Aquarelle, welche in avantgardistischen Kreisen hoch geschätzt wurden.
Diese attraktive Frau freute sich auf den Besuch ihrer früheren Gouvernante. Aglaia musste oft an das Fräulein Jansen denken, welches sie durch die schwierigsten Phasen ihrer Backfischjahre geführt hatte. Sie rieb sich lächelnd den Po, als Doras spezielle Erziehungsmethoden ihr wieder einmal in den Sinn kamen. Aglaia konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als sie sich dieser Zeiten erinnerte. Das Fräulein Jansen war nicht nur Aglaias Gouvernante, sondern auch die Geliebte ihrer Mama gewesen. Als Dora den pikanten Auftrag annahm, Aglaia streng zu erziehen, wusste das 18-jährige Mädchen noch nichts von dieser Liaison. Es dauerte auch nicht lange, bis Aglaia mit Dora aneinander geriet. Die herbe Hanseatin brachte der kecken Berliner Göre schnell die Flötentöne bei. Aglaia erinnerte sich sehr gut, wie sie von Dora den Popo gestrichen bekam. Aglaia seufzte, als sie sich die tagelangen Beschwerden ins Gedächtnis rief. Trotz der Strenge schätzte sie ihre ehemalige Gouvernante, die ihr später eine gute Freundin werden sollte. Dora gab sogar das Verhältnis mit Aglaias Mama auf, um dem Mädel nicht wehzutun. Das war alles schon so lange her! Aglaia war sehr neugierig auf den Besuch ihrer alten Freundin. Dora würde eine junge Frau namens Marie mitbringen. Aglaia war sehr gespannt, was für ein Mädchen sich wohl hinter diesem wohlklingenden Namen verbergen mochte.

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