Marie und die Moral

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Marie und die Moral

Marie und die Moral

Andreas

Schnell öffnete er seine Hose, um einen ungeduldigen Kameraden ins Spiel zu bringen. Jürgen umfasste Maries Hüften; er näherte sich vorsichtig den prallen Arschbacken – und dann stieß er unvermittelt zu. Marie stützte sich mit beiden Händen auf der Bank ab: Mit dem Kopf knapp über der Sitzfläche streckte sie Jürgen ihr Hinterteil entgegen.

Es dauerte nicht lange, bis Marie ihre Lust herausschreien durfte. Jürgen bediente sie so gut, wie Marie es von ihm erwartet hatte. Sie richteten ihre derangierten Kleider – und das geschah keine Minute zu spät: Ein Schupo kam um die Ecke, der gerade noch sah, wie Marie damit beschäftigt war, ihre verrutschten Strümpfe an den Haltern zu befestigen. Der ältere Beamte bedachte das junge Paar mit einem wissenden Lächeln.

Aglaia schlief noch nicht, als Marie die Wohnungstür öffnete. Marie erkannte an Aglaias Augen, dass sie keine gute Laune hatte: „Du bist spät dran! Es scheint dir bei deiner kleinen Freundin besser zu gefallen als bei mir.“

„Das stimmt nicht, Agi. Ich werde dir morgen alles erzählen – kann dir aber jetzt schon versprechen, dass ich den Rest meines Urlaubs bei dir verbringen werde.“ Marie vergaß zu erwähnen, dass sie Cordula und Erika noch einmal besuchen wollte, ehe sie die Heimreise nach Königsberg antrat.

„Gut, dann werden wir uns morgen beim Frühstück unterhalten“, meinte Aglaia – und fügte etwas spitz hinzu: „Ich bin gespannt, was du zu berichten hast.“

Marie dachte an ihren Po und den Zustand, in dem er sich gerade befand. Sie hoffte, dass Aglaia nicht auf dumme Ideen kam, wenn sie ihr von ihrem Ausflug nach Grunewald erzählte. Mit einem Gefühl der Verwirrung legte Marie sich ins Bett – wobei sie aus nachvollziehbaren Gründen die Bauchlage einnahm: Das Abenteuer in Berlin war noch nicht vorbei, und diese Tatsache beunruhigte Marie. Ihre Gedanken waren bei Aglaia, als sie einschlief. Marie schuldete ihrer Freundin etwas.

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