Marie und die Moral

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Marie und die Moral

Marie und die Moral

Andreas

Maries Wagemut beeindruckte die Erzieherin: Diese attraktive Dame legte sich aus freien Stücken über ihren Schoß und protestierte kein bisschen, obwohl sie tüchtige Hiebe einstecken musste.

Fräulein Behrens spürte dennoch Verärgerung: Wie konnte Marie es wagen, Ihren Schützling auf solche verdorbenen Pfade zu führen? Erika Behrens verleugnete ihre eigene Veranlagung, die dem Ideal ihrer preußischen Erziehung widersprach – und diese Diskrepanz bekam nun Marie, oder besser gesagt ihr Popo, zu spüren.

Maries Hintern leuchtete feuerrot. Erika hatte endlich Einsehen, dass es genug war: „Du hast deine Strafe tapfer hingenommen, Marie – aber sie ist noch nicht zu Ende.“ Marie drehte ihren Kopf: „Auch wenn Sie Cordula und mir mit der Rute oder dem Stöckchen hinten drüber kommen, werden Sie diese vermeintlich unschicklichen Gefühle nicht aus uns herausprügeln können. Warum gestehen Sie sich nicht ein, dass es Ihnen Freude macht, einem großen Mädchen den blanken Popo zu versohlen? Cordula ist mit ihren neunzehn Jahren kein Kind mehr – und dennoch gehen Sie mit ihr um, als wäre sie eines.“

Ein lauter Patscher landete auf Maries Hintern. „Was erlauben Sie sich?! Cordulas Onkel übertrug mir die Erziehung seiner Nichte, bis sie das einundzwanzigste Lebensjahr erreicht hat. Ich bestrafe Cordula nur, wenn es notwendig ist – und bestimmt nicht zum Zeitvertreib.“

Marie lag noch immer über Erikas Knie, als sie entgegnete: „Gut, dann bringen wir diese Angelegenheit zu ihrem schmerzlichen Ende. Ich nehme an, dass Sie sich für ein geeignetes Instrument entscheiden, um mir ein Andenken mitzugeben.“

„Du wirst dich jetzt erheben und mit gerafftem Kleid warten, bis ich mit Cordula fertig bin. Ich denke, dass der Rohrstock vonnöten ist, wenn zwei Mädchen sich auf eine derart ungehörige Weise miteinander vergnügen – wie ihr beide es getan habt!“

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