Marie und die Moral

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Marie und die Moral

Marie und die Moral

Andreas

Bei Marie sah das anders aus: Erikas Finger gingen spazieren, und Marie staunte, als sie den vorwitzigen Daumen sogar an ihrer Perle spürte.

Unwillkürlich öffnete Marie die Beine: Erikas Hände fühlten sich einfach zu gut an. Leider unterließ Erika weitere Annäherungen und beendete ihre Behandlung – was Marie schade fand.

Nachdem sie sich wieder bekleidet hatte, bat Erika um ein kurzes Gespräch. Marie verabschiedete sich von Cordula, die ihr dabei sehnsüchtige Blicke zuwarf. Erika lächelte: „Sollen wir zur Förmlichkeit zurückwechseln – oder darf ich dir das Du anbieten?“

Marie setzte sich vorsichtig aufs Bett. „Wenn ich daran denke, dass du mir gerade den blanken Hintern versohlt hast … würde ich eine formelle Anrede als nicht unbedingt passend empfinden.“

Erika setzte sich neben Marie. „Ich finde nach wie vor, dass du die Strafe verdient hast. Cordulas Onkel sucht einen geeigneten Ehemann für das Mädchen – nun hast du in ihr etwas geweckt, das diesem Plan entgegensteht.“

Marie entgegnete mit einem aufreizenden Lächeln: „Diese Neigung teilt sie mit dir – ich habe dein Daumenspiel als angenehm empfunden.“

Erika griff nach Maries Hand. „Als ich dich über meinem Schoß liegen hatte, lief es mir heiß und kalt den Rücken hinab. Ich habe noch nie zuvor in meinem Leben einen schöneren Popo gesehen, Marie. Ich kann Cordula gut verstehen – aber ich muss sie auch vor sich selbst schützen.“

„Ich habe dich falsch eingeschätzt, Erika. Damals im Zug dachte ich, dass du zu den freudlosen Erzieherinnen gehörst, denen nichts über ihr Pflichtbewusstsein geht. Ich habe mich wohl getäuscht.“

Erika strich durch Maries Haar. „Versprich mir, dass du Cordula in Ruhe lässt – ich habe ihr gegenüber eine Verantwortung!“ Marie schwankte zwischen Widerspruch und dem Verständnis für Erikas Situation.

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