Marie und die Nackten am Teufelssee

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Marie und die Nackten am Teufelssee

Marie und die Nackten am Teufelssee

Andreas

Das Klatschen konnte Viktor von Barow einordnen, zumal es sich mit Cordulas klagenden Lauten vermischte. Er fand es unpassend, eine 19-jährige junge Dame auf solch beschämende Weise zu strafen, aber er ließ das Fräulein gewähren. Cordulas Onkel verspürte gegenüber Erika Behrens große Dankbarkeit, da sie stets für Cordula da war und auf sie aufpasste. Cordula freute sich einfach nur darauf, mit Marie einen Ausflug machen zu dürfen. Sie sah reizend aus, als sie in einem luftigen Sommerkleid an Maries Seite die Villa ihres Vaters verließ. Marie nahm die Jüngere an die Hand, wodurch sie bei Cordula wohlige Schauer auslöste.

Es dauerte nicht lange, bis sie den Grunewalder Forst erreicht hatten. Unter den schattenspendenden Bäumen wagte Marie einen Vorstoß. „Mein Freund Jürgen schwärmt vom Teufelssee. Er verriet mir, dass man dort sogar hüllenlos baden kann. Man müsse nur aufpassen, dass einen kein Polizist erwischt. Die Leute dort sollen sich jedoch sehr solidarisch verhalten und es passt meistens jemand auf, um alle zu warnen, falls sich die berittene Polizei nähert.” Cordulas Augen glänzten. „Ja, ich habe auch davon gehört. Oh Gott, wenn Fräulein Behrens erfährt, dass ich nackt gebadet habe, werde ich bei der Feier zu Onkel Viktors 60. Geburtstag sehr unbequem an der Festtafel sitzen!” Dabei strich Cordula sich über den Po.

Marie lachte. „Das wird nicht geschehen und wenn doch, gebe ich dir folgendes Versprechen. "Wenn du wegen meines Vorschlags den Popo vollkriegen solltest, werde ich mich aus Solidarität ebenfalls über Fräulein Behrens Knie legen.” Marie machte eine kleine Pause, in der sie Cordula in die Augen blickte. „Sollte deine Gouvernante gar zum Rohrstock greifen, werde ich ihr ebenso meinen Blanken hinhalten.” Marie zwinkerte Cordula zu. „Das ist doch ein faires Angebot, oder?

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