Roman stellte sich neben den voll beladenen Wagen, blickte noch einmal nach links und rechts. Maries Augen weiteten sich, als er nun seinen Hosenstall aufmachte. Er stand genau in ihrem Blickwinkel, als er seinen Schwanz ans Tageslicht holte. Wie alle Männer stellte er sich breitbeinig hin, um sein Revier markieren zu können. Dann fing er ungeniert zu pinkeln an. Marie spürte, dass sich auch ihre Blase meldete. Romans kräftiger Strahl verstärkte diesen Drang. Das Plätschern nahm gar kein Ende, was vermutlich dem vielen Bier geschuldet war. Das in Not geratene Mädchen konnte nicht länger warten. Sie hob hektisch ihr Kleid, ging noch etwas tiefer in die Hocke. In letzter Sekunde gelang es ihr das Höschen beiseite zu schieben. Es glich einer richtigen Befreiung endlich seinem Vorbild folgen zu können. Der glasige Blick verriet ihre große Erleichterung. Marie fragte sich, ob es Fritz wohl gefallen würde, ihr beim Pipi machen zuzusehen? Sie stellte für sich fest, dass es sie sehr aufregen würde. Als die Pfütze unter ihr langsam versickerte, wagte sie wieder einen Blick. Roman war mit dem Einpacken seines Gemächts beschäftigt, das er nur einmal kurz abschüttelte.
Marie jedoch war ein anständiges Mädchen! Sie suchte ihre Handtasche, die sie neben sich abgestellt hatte. Im Innern war ihr Taschentuch, das sie nun dringend benötigte. Sie wollte gerade nach der Tasche greifen, als sie das Gleichgewicht verlor. Immer noch hockend, fiel sie nach hinten. Zu ihrem Pech landete sie zielsicher auf einem frisch gesprossenen Brennnesselbusch. Der Schmerz war barbarisch, trieb ihr sofort die Tränen in die Augen. Zudem erschrak sie sich furchtbar, da sie nicht wusste wo diese Pein plötzlich herrührte. Ihr Schrei war laut genug, um Roman aus seiner Lethargie zu reißen. Er zuckte regelrecht zusammen, als er ihn vernahm. Sofort suchten seine wachen Augen die Gegend ab. Er lokalisierte den Holunderstrauch als Ursprungsort des weiblichen Schmerzgeheuls. Marie glaubte vor Scham vergehen zu müssen, als sie ihn rufen hörte: „Hallo, ist da jemand? Brauchen Sie Hilfe? Ist Ihnen etwas passiert?“ Sie zupfte die Hose zurecht, zog eilig das Kleid über ihre lodernde Kehrseite. Mühsam erhob sie sich, unterdrückte den brennenden Wunsch sich den Hintern zu reiben. Mit kläglicher Stimme gab sie sich zu erkennen: „Ich bin´s Marie. Es ist alles in Ordnung. Ich habe mir nur etwas weh getan!“ Marie steckte den Kopf hervor, der so rot war, wie selten zuvor. Roman sah sie forschend an, wohl wissend dass sie ihm zugeschaut hatte.
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