Marie zieht heut das Stehen vor

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Marie zieht heut das Stehen vor

Marie zieht heut das Stehen vor

Andreas

Die Mädels tuschelten, um dann laut zu lachen, während des Papas Blicke immer dringlicher wurden. Endlich reichte es ihm und er schritt zur Tat. Die jungen Frauen warfen der Mama verzweifelte Blicke zu, die ihnen aber nichts nutzten. Die noch recht junge Mama rauchte lieber eine Zigarette, als ihren Töchtern zu helfen. Der Vater nahm jedes Mädchen an die starke Hand, um sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Marie fand das Ganze sehr aufregend und sie wollte den weiteren Fortgang keinesfalls versäumen. Dora auch nicht, die ebenfalls genau zusah. Der empörte Vater schleppte seine Mädel zu einer Sitzbank hin.
Die Backfische schienen Papas Missfallen erregt zu haben. Es ging plötzlich sehr lautstark zu, bis sich der Vater Gehör verschaffte. Marie beobachtete, wie er eine nach der anderen kurzerhand übers Knie legte. Er beließ es beim Röcke hochheben, aber das war ja auch schon aufregend genug. Dora schmunzelte, da Marie ganz genau hinschaute. Der strenge Papa setzte sich auf eine Holzbank, auf der er seine blonden Lieblinge in Empfang nahm. Seine Frau sah fast schon gelangweilt zu, wie er seinen Töchtern die Unterhosen strammzog. Marie dachte an ihren eigenen Povoll im Park, den sie neben Dunja bezogen hatte. Fritz zog ihr damals sogar das Höschen ab, was Marie sehr spannend fand. Hier drehte es sich aber um etwas gänzlich anderes. Den zwei jungen Frauen war diese Sache sehr unangenehm, was Marie gut nachvollziehen konnte. Es flanierten ja etliche Menschen im Forst, darunter auch einige junge Männer. Denen gefiel es natürlich, wenn zwei hübsche Mädchen ihre Unterwäsche herzeigen mussten. Marie und Dora betrachteten das Schauspiel, bis es endlich zum Ende kam. Die Frauen lachten einander an, während sich die zerknirschten Mädchen die schmerzenden Popos rieben. Marie schmiegte sich an ihre Geliebte. So lange Dora da war, konnte ihr nichts geschehen. Diese Gewissheit beruhigte das sensible Mädchen. Dora strich über Maries kinnlanges Haar. Sie fühlte sich noch immer verantwortlich, da Marie trotz ihres Alters doch recht unbedarft zu sein schien. Dora spürte die Gewissheit, dass sie noch eine Zeit lang für Maries Erziehung zuständig bleiben konnte. Sie fand aber auch, dass es weitaus schlimmere Aufgaben gab.
Dora wollte Marie im Auge behalten, solange sie in Berlin weilten. Sie spürte intuitiv, dass es noch zu manch heikler Situation kommen könnte, in der Marie ihre Hilfe brauchte. Dora würde parat stehen!

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