Dora wartete, bis das Mädchen neben ihr im Bett lag. Dora nahm Marie in den Arm. Die verunsicherte, junge Dame würde ihr morgen alles erzählen. Dora wusste, dass Marie geständig sein würde. Sie beschloss aber, mit Lydia darüber zu reden. Sie wollte nicht, dass Marie Rauschgift zu sich nahm! Sollte dieser Punkt ein Problem sein, müsste sie Aglaia bitten, den Besuch abzubrechen. Zuerst aber ließ sie Marie ausschlafen. Dora teilte Aglaia ihre Vermutung mit, die Lydia bestätigte. Dora bat die Schauspielerin, Marie keinerlei Drogen anzubieten. Lydia spürte, dass Dora ernstlich besorgt war. Sie entschuldigte sich für den Vorfall und versprach, dass sie solche Avancen in Zukunft unterlassen wollte. Dann weckte Dora Marie auf. Sie fragte das Mädchen, ob es etwas zu sagen hätte. Marie gestand unter Tränen, dass sie Laudanum gekostet hatte. Dora erklärte Marie, wie gefährlich diese Droge sein konnte. „Du warst sehr leichtsinnig, Marie! Es gibt genügend Leute, die diesem Gift verfallen sind. Es kann dich auch körperlich abhängig machen, von der seelischen Sucht ganz zu schweigen! Du wirst mir versprechen, davon die Finger zu lassen! Den Popo kriegst du allerdings auch voll und zwar mit der Tawse!“ Marie fuhr der Schreck in die Glieder. Sie wusste ja, wie sehr der gespaltene Riemen beißen konnte. Aglaia fand, dass auch Lydia Wichse verdiente! Die Schauspielerin stimmte zu, mit dem Rohrstock gezüchtigt zu werden. Die Strafen wurden unabhängig voneinander im stillen Kämmerlein vollzogen. Dora befahl Marie, sich bis aufs Hemd auszuziehen. Marie löste ihr Kleid, um aus ihm zu schlüpfen. Dann löste sie ihre Strumpfbänder, um die Seidenstrümpfe abzurollen. Der Hüfthalter musste auch weichen, wie auch das feine Höschen. Im kurzen Hemdchen kam sich Marie wie ein sehr unartiges Mädel vor. Dora lächelte, als ein neugieriges Pobäckchen aufblitzte, weil das Hemdchen viel zu kurz war, um Maries Hinterlandschaft verbergen zu können.
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