Maries Mama rechnete gründlich mit der Tochter ab!
Später durfte Marie auch noch die Ecke des Zimmers bewundern, während ihre Mutter die Zeitung studierte. Marie kam sich sehr jungmädchenhaft vor, als sie mit geschürztem Kleid und ausgehauenem Popo in der Zimmerecke stand. Erst nach guten zwanzig Minuten durfte sie diesen Platz verlassen und sich endlich das Hinterteil reiben. Marie tat es sehr ausgiebig, was die Mama erfreute. Als Marie in ihrem Zimmer auf dem Bett lag, bevorzugte sie die Bauchlage. Ein Gedicht fiel ihr ein, das ihre Lage perfekt beschrieb. Es handelte von einem klassischen Mutter-Tochter Konflikt.
<Das Mädel weiß, was ihm gleich blüht, die Mutter naht voll Zorn.
Legt sich die Tochter übers Knie, nimmt ihren Popo hübsch aufs Korn.
Die Beine strampeln, böse klatscht‘s auf weißen, zarten Backen.
Ja die Mama nimmt sie streng vor, hört gar nicht auf mit Pracken.
Ist dann der Blanke frisch versohlt, gemahnt er an zwei Sonnen.
Denn Mama haute so gern drauf, versohlt ihn stets mit Wonnen>
Marie jammerte, als sie daran dachte. Der Text dieses kleinen Poems erinnerte sie an ihre jetzige Situation. Kannte ihre Mutter das Gedicht? Marie hätte es nicht gewundert! So langsam reichte es ihr aber. Seit sie aus Wien zurück war, hatte sie schon dreimal den Po vollgekriegt! Erst von ihrem Papa, dann von Dora und nun war es die Mama, die ihr den Blanken ausgeklatscht hatte. Die junge Dame konnte kaum glauben, was sich vorhin ereignete. Marie zappelte wie besessen, vermochte ihre Kniegelenke gar nicht mehr zur Ruhe bringen. Ihre Fäuste trommelten auf die Matratze, weil es bei ihr hinten immer heißer wurde. Bertha gebärdete sich wie in Trance, hörte gar nicht mehr auf, Maries Po mit Schlägen zu quälen. Sie hörte wirklich erst auf, als Maries Wehgeschrei bis auf den Hof zu hören war. Der 71-jährige Heinrich unterbrach seine Gartenarbeit, um sich zum Haupthaus umzudrehen.
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