Marionnahs Zeit

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Marionnahs Zeit

Marionnahs Zeit

Anita Isiris

Mit mir machte er es zuerst. Ich musste mich im Vierfüssler auf eine mit einem grünen Tuch überzogene Couch knien. Bald darauf spürte ich des Professors Hände an meiner Pflaume. Er massierte meine Schamlippen und meine Pobacken mit Vaseline, lange und gründlich. Dann verteilte er den Gips. Ich war froh um meine Totalrasur – das Entfernen des Gipses, nachdem er eingetrocknet war, würde nicht so schmerzhaft sein. „Ahhh… la fanny“, schwärmte der Professor. Marionnah kniete sich neben mich und liess dasselbe Procedere über sich ergehen. Da knieten wir also, mit eingegipsten Hintern, und ich hoffte, dass nicht plötzlich Roberto, Jakob oder einer der andern den Raum betrat und uns so sah. „Quelle merveilleuse fente!“ Welche Fotze meinte er? Meine oder die von Marionnah?

Rauch füllte den Raum. Professor Brenner hatte es sich bequem gemacht, zog an einer Zigarre und ergötzte sich an uns. Männer sind im Grunde einfache Gemüter. Allmählich trocknete der Gips, zog sich zusammen und strahlte Wärme ab. Das Gefühl war nicht unangenehm.

Als Professor Brenner uns die Schalen abnahm, war bestimmt eine Stunde verstrichen. Ich hatte Muskelkater in den Oberschenkeln. Marionnahs Hintern war feuerrot. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Viel schlimmer.

Es ging vermutlich gegen Mitternacht; ich hatte jedes Zeitgefühl verloren. Marionnah ging es wohl ähnlich – sie kämpfte gegen die Müdigkeit und gähnte, ohne die Hand vor den Mund zu nehmen. Gleicheitig wurde sie aber vom Ambiente im Keller gefangen genommen – immer wieder betrachtete sie das Ameisenbild mit der Gebärenden. Ihre Augen leuchteten, und sie folgte den Bewegungen des Professors. Wir sassen, nackt, wie wir waren, auf einem Sofa, und ich angelte mir ein buntes Seidentuch, das zusammengefaltet auf dem Clubtisch vor uns lag. Damit verhüllte ich meinen Oberkörper. Marionnahs Nippel waren ganz schön steif; es war kühl hier unten.

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