Am Ende eines jeden Kabels, das wiederum mit dem Gerät verbunden war, befand sich eine Elektrode, blau und rot markiert, wie sich das gehört.
Mir fiel auf, dass der Professor zitterte. War er noch bei Sinnen? Was ging da ab? „Ihr werdet doch nicht...“, protestierte ich. Ein kurzes Kopfnicken des Professors genügte, und die vier kleinen Männer stürzten sich auf mich. Lille Per hielt sich im Hintergrund. Die Kleinen waren schwerer als angenommen, und ich ging in die Knie. Blitzschnell befestigten sie Metallklammern an meinen Hand- und Fussgelenken, Metallklammern, an denen Ketten befestigt waren. Die Ketten waren in die Wand hinter mir eingelassen; es hatte keinen Sinn, wenn ich mich wehrte. Die Klammern schnitten nur tiefer in mein Fleisch ein. Zu allem Überfluss steckten sie mir noch ein Stofftuch in den Mund – vermutlich, um mir beim Protestieren nicht zuhören zu müssen. Meine Schläfen pulsierten, meine anfängliche Erregung wich unsäglichem Zorn. Noch immer war ich nackt, und sie konnten mich nach Lust und Laune betrachten, die Schweine um mich herum. Ein Zwerg war gar so frech, mich an der Muschi zu kitzeln, trotz der Zornesröte in meinem Gesicht.
Nein, das hatte Marionnah nicht verdient, keinesfalls. Ein Elektroschock würde bei ihr möglicherweise bleibende Schäden hinterlassen, und das alles nur, damit sich die fünf Zwerge und ihr Professor einen weiteren Thrill besorgen konnten. Wie weit war diese Situation doch entfernt vom harmlosen Boules-Spiel, dem wir am frühen Abend noch verfallen gewesen waren! Meine zeitliche Orientierung hatte sich nun vollkommen im Nichts verloren – der Raum war in uniformem Orange-gelb beleuchtet; keine einzigen Anzeichen auf Tages- oder Nachtzeit fanden sich.
Marionnas Körper, der doch eigentlich nichts als zärtliche Liebe verdient hatte! Wie eine Pflanze kam sie mir vor, eine Lotusblüte, der man nichts, gar nichts anhaben durfte!
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