Marionnah wand sich und vergass für eine gute Weile sogar, was ihr als nächstes bevorstand.
Der Professor legte den Stromschalter auf „on“ um und machte sich an den Drehreglern zu schaffen. Nichts tat sich. Marionnah lag entspannt auf dem Schragen, nachdem Lille Per mit dem Kitzeln inne gehalten hatte.
Dann stürzte Brenner zu Boden, als sei er vom Blitz getroffen worden. Seine Augen traten fast aus den Höhlen. Der Krampf dauerte nicht lange. Der Mann bäumte sich auf und schnellte mit aller Wucht gegen das Bett, auf dem Marionnah von mir geleckt worden war.
Wie Schuppen fiel es mir vor den Augen. Brenners Tochter Rahel hatte mir beim Kaffee einmal von der Temporallappenepilepsie ihres Vaters erzählt. Erst einmal war es bei ihm zu einem Grand-Mal-Anfall gekommen; damals war er Anfang zwanzig und hatte gerade sein Medizinstudium aufgenommen.
Die Zwerge starrten, als gefriere ihnen das Blut in den Adern. Sie verharrten regungslos; alle Farbe war aus ihren Gesichtern gewichen. „Was ist denn nur los?“, fragte Marionnah leise.
„Es sieht aus, als wärst Du soeben vor etwas ganz Schlimmem bewahrt geblieben“, sagte ich – unterdessen hatte ich dank beachtlicher Zungenakrobatik den Stofffetzen aus meinem Mund schieben können.
An des Professors Hose zeigte sich ein grosser dunkler Fleck.
„Auch ein Urinabgang ist möglich“, sagte ich tonlos und zerrte an meinen Fesseln.
Dann geschah etwas Bizarres. Die beiden Kleinwüchsigen, die links von Lille Per und die zwei, die rechts von ihm sassen, wirkten als wären sie aus Wachs. Endlich wusste ich, warum die Kerle so seltsam anmuteten. Es war nicht ihre Körpergrösse, die mich irritierte, nein, keineswegs, ich kann mir auch Sex mit einem Kleinwüchsigen durchaus vorstellen. Die kleinen Männer glichen sich aufs Haar. Ich schaltete blitzschnell. Es waren Klone. Professor Brenner hatte Lille Per geklont!
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