Ich konnte mir bereits nicht mehr vorstellen, dass ich mich bereitwillig von ihm hatte befummeln lassen – und mehr.
Dann marterte ein weiterer Gedanke mein Hirn. Professor Brenners Familie! War seine Frau wirklich im Jura? Sogleich stellte sich bei mir ein schlechtes Gewissen ein, weil ich sie in Gedanken diesen imaginären Freunden ausgeliefert hatte. Wo, um Gottes Willen, befand sich Rahel, die Tochter? Oder steckte die Familie gar unter einer Decke? War die Party nur inszeniert worden, damit Papa Brenner sich mit ein paar hübschen jungen Frauen in seinen Gruselkeller zurückziehen konnte? Was war mit der Silikonpuppe, die Professor Brenner den Kleinwüchsigen gegenüber erwähnt hatte? Was genau hatten sie an ihr geübt?
Intuitiv wusste ich: Da gab es ein schreckliches Geheimnis – ganz in der Nähe. Wollte ich aus dem Keller fliehen, musste ich mich diesem Geheimnis stellen – und Marionnah mit mir. Mittlerweile sass sie am Rand des Untersuchungstisches und liess die Beine baumeln. Ihre Nacktheit schien sie nicht zu stören – Marionnah spielte verträumt an ihren Brustwarzen! Hatte man einem der Drinks, die sie im Laufe des Abends zu sich genommen hatte, Drogen beigemischt?
Dann vernahm ich ein Röcheln. Professor Brenner wiederholte stets ein und denselben Satz. Ich verstand ihn nicht. Marionnah beachtete ihn nicht, die blöde Kuh! „Wrnöchstür“, gurgelte er. „Wrnöchstür“. Dann sah ich den Satz scharf vor mir. „Die nächste Tür!“ Das war alles. Das Gurgeln wurde leiser, und Professor Brenner verschied.
Es kam, wie es kommen musste. Lille Per kletterte zu Marionnah auf den Untersuchungstisch und machte sich über sie her. Marionnah liess sich alles gefallen. Lille Per knetete ihre Brüste, tätschelte ihren Bauch, als sei sie ein Stück Vieh, und massierte ihre Schamlippen. Mir wurde schlecht vor Wut. Was war denn bloss mit meiner Freundin los?
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