Für einen kurzen Moment fühlte ich mich auch hier schutzlos, gewöhnte mich aber rascher an die Situation, als ich mir das noch bei der Anfahrt ausgemalt hatte.
Zurück beim Zelt, begegneten wir nur Kalle, der in eine Zeitschrift versunken war. Mein Unterleib war warm und schwer. «Luzius und Papa sind am Strand», sagte Kalle, «wollen wir auch dahin?». Ich war aber viel zu müde und wollte nur noch eines: Mich im Zelt einrichten, meinen Daunenschlafsack ausrollen und die Utensilien sortieren, die ich bei mir hatte. Ich verabschiedete mich und betrat das Zelt, wissend, dass Kalles Blick bestimmt auf meinem Hintern ruhte. Aber sei’s drum.
Als ich endlich allein war, konnte ich nicht anders. Ich musste mir einen «kleinen Tod» verpassen, nur mal so auf die Schnelle. Ich komme sehr rasch, müsst Ihr wissen, ich muss da nur ein wenig in der Gegend rund um meine Cliti rumdrücken und – streicheln, und schon geht’s los. Ich legte mich, nackt, wie ich war, auf den mintgrünen Daunenschlafsack und befriedigte mich. Ich musste ein Stöhnen unterdrücken, so intensiv kam ich, was wohl kein Wunder war. In meinem Kopfkino sah ich die beiden Schwänze von Bernd und Kalle. Der arme Luzius kam in meinem Kopf-Movie nicht vor. Ich stellte mir vor, wie die beiden Männer mich im angrenzenden Pinienwald verführten, heftig und leidenschaftlich. Dann schloss ich die Augen und dämmerte weg. Ich erwachte erst, als ich das Ritsch-Ratsch des Reissverschlusses vernahm, der unseren Raum abtrennte. Wie lange ich wohl gedöst hatte? Ich stellte mich schlafend und war mir bewusst, dass ich splitternackt dalag. Aber meine Körpergeheimnisse hatte ich der Familie Bernstein ja bereits beim Abendessen preisgegeben.
Den Mann, der an meiner Seite stand, erkannte ich an seinem halb aufgerichteten Schwanz, und es war nicht Luzius. Die beiden Zwillingsbrüder glichen sich in der Tat aufs Haar, abgesehen eben vom Zentralorgan.
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