Marlise

4 6-11 Minuten 0 Kommentare
Marlise

Marlise

Anita Isiris

Es ist nicht so, dass ich Eure Sympathie suche. Es geht hier um ein offenes Statement. Die Offenbarung meiner Perversion.

Ich bin Familienvater, und keiner traut mir Böses zu – noch nicht mal meine Frau, die mich doch besonders gut kennt. Ich bin auch nicht böse – das heisst, ich war es nicht.

Bis ich Marlise kennenlernte. Marlise ist unsere Nachbarin. Wir sind im Hochsommer in dieses Quartier gezogen, zur Jahreszeit der flatternden Röcke, der wehenden Haare und der flachen Sandaletten. Ich mag flache Sandaletten an Frauen. Ich mag ihre Fesseln. Ihre Unterschenkel. Und den Rest sowieso.

Wenn ich mit meiner Frau schlafe, verschlinge ich sie richtiggehend. Ich lasse keine Stellung aus, keine ihrer Öffnungen bleibt von mir verschont. Hinterher ist Annatina oft so erschöpft, dass sie am folgenden Morgen bis um 10:00 Uhr schläft. Mindestens.

Ich liebe meine Annatina, und sie mich wohl auch. Aber es ist Hassliebe, die uns verbindet. „One day I will cut you into little pieces.“ Kein Wort, kein Roman, keine psychiatrische Abhandlung bringt unsere Ehe auf dem Weg der Zersetzung derart auf den Punkt wie die genannte Pink Floyd Songzeile. „One day I will cut you into little pieces.“ Wunderbar, wunderbar.

Marlise. Sie ist schlank, verdammt, trägt gerne Röcke, verdammt, und sie flicht ihr honigblondes Haar gern zu Zöpfen, verflucht. Marlises Haut ist makellos weiss. Hoffentlich weiss ihr Gatte, Leon, das zu schätzen, wenn er sie nackt vor sich hat. Wenn sie aus der Dusche kommt, sich umzieht, oder, ja, wenn sie sich ihm öffnet.

Mein Herz schlägt bis zum Hals.

Mein Verlangen nach Marlise ist mittlerweile unerträglich. Ich will sie. Will sie versengen, verschlingen, will, dass sie wegen mir um Luft ringt.

Ich will Marlise quälen - nur ein ganz klein wenig, versteht sich. Ein bisschen... kitzeln, eine Zigartette an ihrem Po ausdrücken oder so.

Ich will, dass Marlise glüht.

Nein, nicht quälen. Ich will sie geniessen ganz und gar – mit Haut und Haar. Es kam der Tag, an dem Marlise über den Metallzaun, der unsere Gärten trennt, zu Annatina rüberkletterte. Sie wollte nicht zu mir. Sie wollte sich von Annatina etwas borgen. Ich war gerade mit einer Heckenschere beschäftigt und sah aus einem Seitenwinkel heraus, wie Marlise ein Bein ums andere über den Drahtzaun schlenkerte. Innert Bruchteilen von Sekunden hatte sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Nein, nicht Marlise, sondern die Stelle zwischen ihren Beinen, diese kleine, süsse Stelle, die man auch als Mittelpunkt der Welt bezeichnet. Etwas weniger literarisch. Ich starrte auf Marlises Fotzengegend. Und ja, ich sah ihr Höschen. Nur ganz kurz. Marlise ertappte mich, lief rot an, sagte aber nichts. Und ich, ich nahm diesen wunderbaren Kurzfilm in mich auf. Sonne, blauer Himmel, Marlise im knielangen Blumenkleid. Ihre nackten Beine. Marlises Schenkel. Marlises gespreizte Schenkel beim Übersetzen über den Gartenzaun. Welch eine Wonne!

Das, das ist sie. Die Stelle, die Leon Abend für Abend zu Gesicht bekommt, das Schwein. Niedlich, süss, entzückend. Das weisse Höschen, das sie da blitzen lässt. Leon weiss mehr. Er weiss mehr über Marlises Fötzchen als ich. Ich bin auf Poesie, auf Interpretation, auf Annahmen angewiesen. Auf Wichsphantasien. Leon kennt Marlises Muschi einszueins. Bestimmt ist sie rasiert. Würde zu diesem zarten Frauenkörper passen.

Wie gern ich Marlise in ihre Schamlippen kneifen würde! Ihr macht Euch keine Vorstellung, mein Gott!

Mein Kopfkino macht mich noch rasend. Selbst in meiner Annatina sehe ich mittlerweile Marlise – obwohl sie doch eine ganz andere Frau ist – vom Körperbau her und so. Annatina hat grosse, schwere Brüste, an denen ich mich täglich mehrmals labte, als ich noch in Annatina verliebt war. Das mit dem „Laben“ meine ich wörtlich. Ich liebte es, an den Nippeln meinter Geliebten zu saugen – und nichts mehr als das! Ich war regelrecht saugbesessen – ein Saug-Maniac sozusagen. Irgendwann hatte Annatina dann genug. „Mir bringt das gar nichts“, sagte sie. „Es tut nur weh, Du perverses Schwein.“

Dass ich pervers sein könnte, hatte ich bis zum damaligen Zeitpunkt nicht vermutet. Ich war immer von der Maxime ausgegangen, „alles, was Spass macht, ist erlaubt.“ Da war Annatina anderer Meinung. Sie stand sozusagen auf partizipativen Sex. Gleichberechtigung unter Partnern, Geben und Nehmen und solch esoterischen Scheiss. Ich wollte vor allem eins: Nehmen.

Wenn es mir Annatina nicht gab – und vor allem nicht in gebührendem Mass – musste ich mich wohl nach andern Lustspenderinnen umsehen. Ach, Marlise, wenn ich mir schon nur vorstelle, wie Du nackt aussiehst, habe ich sofort einen Ständer. Sofort, sag ich Dir. Sofort – für Dich ganz allein.

Ich kannte aber erst ihr Höschen. An der Wäscheleine hingen manchmal welche, da wurde mir ganz warm ums Herz. Rote, mit schwarzen Bordüren. Frühlingsgrüne. Durchsichtige. Was für ein Schwein dieser Leon doch ist. In welchen Situationen sie sich ihm wohl „durchsichtig“ anbietet?

Vielleicht ist die Marlise zu gut für mich. Ikonenhaft, entrückt irgendwie. „Entrücken um zu entzücken“. Klar. Gab sie sich nur deshalb so verschämt, weil sie mich heimlich wollte?

Ein paar Tage nach dem „Gartenzaun-Voyeur-Erlebnis“ baute Marlise mir endlich eine Brücke. In unserem Garten steht, ganz hinten, ein kleiner, unscheinbarer Bretterverschlag – eine Art Geräteschuppen. Eines Tages, als ich mal wieder den Unkrautvertilger suchte, stiess ich auf eine kleine rosa Plastiktüte. Sie war mit ein paar Heftklammern nachlässig verschlossen – so, als wünschte sich der Besitzer nichts sehnlicher, als dass der Finder die Tasche öffnen sollte. Auf der Tasche stand mein Name! Ein Geschenk an mich? Ich wusste, dass sich niemand ausser mir im Geräteschuppen aufhielt- Annatina schon gar nicht. Also konnte nur ich gemeint sein.

Ich verschloss sorgfältig die Tür des Häuschens, versicherte mich, dass nicht etwa eines meiner Kinder zum Fenster herein schaute, setzte mich auf den einzigen vorhandenen Stuhl und nestelte am improvisierten Paketverschluss.

Endlich kriegte ich es auf – und erstarrte.

Die Tüte war voll mit Liebesspielzeug! Nein, nicht ordinäre Dildos, die man heute in jedem besseren Kaufhaus kriegt. Wir reden hier vom Doppelten Tarzan, der eine Frau anal und vaginal zugleich „bedienen“ kann. Nippelklemmen. Aua. Ein Kaktus-Vibrator mit einem erstaunlich grossen Köpfchen. Ja, und da lag auch ein Briefumschlag. „Lovely Foxes with Furry Boxes“ stand da drauf. Zitternd öffnete ich den Umschlag. Ich habe ja ein kräftiges Herz und möchte noch manche Frau verwöhnen in meinem Leben. Aber in diesem Augenblick wurde mein Herz – und vor allem mein Fleisch – so schwach, so schwach... Da waren Marlise-Fotos! Die brave Marlise mit den sorgfältig geflochtenen Zöpfen, jaja, Du Schlampe Du! Marlise mit weit gespreizter Muschi. Eine wirklich niedliche rosa Muschel hatte die Kleine, also ich muss schon sagen. Mein Schwanz pulsierte unerträglich gegen den Stoff meiner Jeans. Ich vergass die Welt um mich herum. Marlises Brüste hatte ich mir kleiner vorgestellt – die Frau hatte den perfekten Liebeskörper. Viel zu schade für einen einzigen Mann!

Dann entdeckte ich zitternd eine Serie Annatina-Fotos. Meine Frau! Und Leon war in ihr drin. Er war in allen Löchern. Mund, Fotze, Po. Mit den Fingern. Dem Schwanz. Zudem bediente er Annatina mit einem riesenhaften violetten Dildo. Dieses verdammte Schwein! Meine Erregung war unsäglich. Annatinas Haardreieck, gekitzelt vom Nachbarteufel. Marlises „furry box“, in zartem Blond, in Nahaufnahme. Schamlippen wie Austern so zart und feucht...

Es kam eine Serie mit einem „Threesome“. Die beiden geilen Fotzen, die Marlise und die Annatina, liessen es sich von Leon besorgen. Annatina hockte auf ihm, und ihre Titten glänzten. Hatte Leon sie vorher eingeölt? In meinen Gedärmen rotierte Eifersucht. Gleichzeitig konnte ich nicht anders und musste schauen, schauen... und nochmals schauen, schauen...

Mein Wunsch, die Marlise in ihre Schamlippen zu kneifen, war zwar unverschämt, nahm sich aber richtig harmlos aus, je tiefer ich mich in die Bilder aus dem dicken Briefumschlag wühlte. Leon liess mit schmallippigem Lächeln Wachs auf Annatinas Bauch träufeln. Von da stammten also die geröteten Stellen, deren Herkunft sie sich nicht erklären konnte. Diese Schlampe! Sie hatte die Augen geschlossen und genoss es offensichtlich, ein bisschen zu leiden, sich mit offener Muschi dem Nachbarn zu präsentieren. Er kannte Annatina besser als ich!

Ich konnte nicht anders, befreite meinen Prügel aus seiner Engnis und wichste. Meine Frau, die Marlise und der Leon waren meine Wichsvorlage. Ich kam mir vor wie der einsamste Mensch der Welt. Rund um mich herum wird geliebt, gevögelt und experimentiert was das Zeug hält, und ich... allein... in dieser Gartenklause...

Tränen schossen mir aus den Augen und vermischten sich mit dem Sperma, das auf ein Foto spritzte, auf dem Annatinas Anus zu sehen war – befingert von Leon, meinem feinen Nachbarn.

Annatinas Anus. Klein, rosa und frech. Befingert von Leon, meinem Nachbarn. Aber da war noch mehr. Viel mehr. Da war ein Foto von Marlise, in roter Unterwäsche, und sie befestigte kleine, spitze Klemmen an Annatinas Nippeln! Kein Wunder, dass sie zeitweise nur noch im BH schlafen wollte. Ich sollte die gemarterten Lutschdrillen nicht zu sehen bekommen. Berechnende kleine Schlampe Du. Warte nur... Ich werde Deine DD-Titten kneten, bis Du schreist.

Ich hatte schon wieder einen Ständer. Marlise liess sich von ihrem Mann den Kaktusdildo reinschieben. Von hinten. Nahaufnahmen von Marlises Gesicht. Hin- und her gerissen zwischen Lust und Schmerz. „Tut gut, Marlise, hm? Ja... Sehr schön... Lass es Dir besorgen von Deinem Partner-Chauvi-Schwein... Lass ihn Dir reinschieben, den Kaktus, tief, ganz tief... dorthin wo es schön ist. Schöner. Am Schönsten.“ Ich wichste „like there's no tomorrow“ - und bespritzte auch das „Marlises-Fotze-von-hinten-und-sie-wird-von-einem-Kaktusdildo-verwöhnt“-Foto.

Oh verdammt. Menschen sind Schweine. Dann begann mein Verstand zu hämmern. Jemand beabsichtigte ja geradezu, dass ich die rosa Wundertüte entdeckte. Mein Name in Handschrift. Die Schrift war sehr neutral gehalten – ich konnte sie nicht ohne weiteres Annatina zuordnen. Marlises Handschrift kannte ich nicht. Auch einem Geschlecht liess sie sich nicht zuordnen – mein Name hätte also geradesogut von Leon hingeschrieben sein können! Marlise. Annatina. Leon. Der flotte nachbarschaftliche Dreier. Meine Frau fand offensichtlich Spass daran. Ich setzte meinen scharfen Verstand ein – so scharf, wie er unter den aktuelle Bedingungen eben sein konnte. Leon als „Hinterleger“ der Tüte schloss ich rasch einmal aus. Wieso sollte ein Mann, dem zwei Frauen erliegen, das Interesse an einem weiteren Stecher haben? Er hatte sie ja ganz für sich, seine Marlise und meine Annatina. Seine Marlise und seine Annatina, meine ich.
Also: Leon weg. Blieben noch Annatina und Marlise. Dass meine eigene Frau mich auf diese Weise scharf machen wollte, konnte ich mir ebenfalls nicht vorstellen. Bestimmt hätte sie dieses Dreiergeheimnis am Liebsten mit ins Grab genommen. Ich bin Dir aber auf der Spur, Liebes. Habe Deinen geröteten, spermabespritzten Bauch gesehen. Deine Nippel, gequält von kleinen silbernen Klammern. Du denkst, Du hast ein Geheimnis vor mir. Ich habe aber alles gesehen. Alles. Schon wieder wird mein Schwanz hart. Ich suche ein geiles Annatinafoto heraus und spritze ihr aufs Gesicht. Sofort wische ich die klebrige Flüssigkeit weg. Ich will die Fotos behalten, sie verstecken, irgendwo.

Also: Annatina weg.

Bleibt nur noch die Marlise, verdammt. Sie ist es, die meine geliebte Annatina zu diesen Schweinereien überredet hat. Von Frau zu Frau geht so was doch ganz locker. „Hey, Annatina, hast Du kurz Zeit? Kommst Du rüber auf einen Tee? Hör mal...zzz...zzz...“
Wie Frauen eben nun mal sind. Und meine unschuldige Annatina ging ihr auf den Leim, hat sich dem perversen Ehepaar ausgeliefert – ganz in meiner Nähe. Vermutlich, während ich die Sportschau guckte.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 11117

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben