“ Martha gab es auf, weiter mit ihrer Mutter zu diskutieren. Sie pflichtete ihr im Grunde bei, aber es ärgerte sie, dass Harriet sich in ihre Erziehung einmischte. Martha verabschiedete sich von ihrer Mutter. Heute würde sie nicht mehr zu ihr durchdringen.
Als William den Wagen in die Garage fuhr, betrat Martha mit den Mädchen die Wohnung. Gladys und Penny wollten sofort auf ihr gemeinsames Zimmer verschwinden, aber Martha ließ sie nicht.
„Was hat es mit Großmutter gegeben? Sie sagte mir, dass sie euch bestraft hat!“ Penny errötete und Gladys zupfte an einer ihrer schwarzen Haarsträhnen. Es war den Backfischen sichtbar peinlich, dass Martha Bescheid wusste. „Was ist nun? Weshalb hat Oma Harriet euch die Hintern versohlt?“ Penny stammelte: „Weil wir zu spät zum Essen gekommen sind. Mama, Großmutter ist viel zu streng! Gladys und ich sind keine Kinder mehr, aber sie behandelt uns immer noch so!“ Martha gab ihrer Tochter im Grunde recht. Es oblag ihr, die Mädchen zu bestrafen und sie nahm sich vor, noch einmal mit Harriet darüber zu reden. Sie erlaubte den Zwillingen, auf ihr Zimmer zu gehen. Die Mädchen waren froh, aus dieser peinlichen Situation herauszukommen. Als die beiden in ihrem Zimmer waren, schloss Susan die Haustüre auf. Martha begrüßte ihre älteste Tochter. „Wie war es auf der Arbeit? Du hattest sicher viel zu tun.“ Susan umarmte ihre Mutter. „Oh ja, ich musste eine Menge mitschreiben. General Clarke hat mir einige Nachrichten diktiert. Er befürchtet weitere Kampfhandlungen im Pazifik. Der Krieg geht in eine entscheidende Phase und dementsprechend sind alle sehr aufgeregt.“ Martha war stolz auf ihre Tochter. Susan gehörte zu den selbstbewussten, jungen Frauen, die fest im Leben standen. Martha musste bei Susan nie durchgreifen, während die Zwillinge öfters nach einer mütterlichen Zurechtweisung verlangten. Susan sah sich nach ihren Schwestern um.
Marthas Mädchen
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