„Wo sind denn Gladys und Penny? Du wolltest sie doch heute abholen.“ Martha stieß einen leisen Seufzer aus. „Das haben wir auch. Dein Vater und ich haben die Zwillinge bei Großmutter eingesammelt. Es gab wieder Ärger.“ Martha unterhielt ein vertrautes Verhältnis zu ihrer ältesten Tochter. Susan konnte sich daher denken, was sich im Hause der Oma abgespielt hatte. „Oh weh, dann hat Großmutter bestimmt nach ihrer Haarbürste gesucht.“ Martha lächelte. „Nein, auf die hat sie glücklicherweise verzichtet. Sie hat Penny und Gladys übers Knie gelegt und ihnen die Popos versohlt. Ich finde diese Bestrafung nicht so gut, da es eigentlich meine Aufgabe sein sollte.“ Susan gab ihrer Mutter Recht. Sie selbst kam nie in solch eine Verlegenheit. Weder bei Martha noch bei ihrer Großmutter Harriet. Susan gehörte zu den vernünftigen Mädchen, während ihre Schwestern richtige Wildfänge sein konnten. Trotzdem taten ihr die Mädchen leid. „Es ist sicher beschämend, wenn einem mit 18 der blanke Po versohlt wird! Ich finde, dass solche erniedrigenden Strafen nicht sehr zeitgemäß sind.“
Martha widersprach ihrer Tochter. „Das sehe ich anders, Susan. Penny und Gladys brauchen diese besondere Form der Zuwendung. Wenn ich sie unter sechs Augen bestrafe, geschieht dies in einer intimen Umgebung. Die Mädchen haben es selbst in der Hand, ob sie Haue auf die nackten Popos bekommen!“ „Hör auf, Mum, das ist ja schrecklich! Ich würde tausend Tode sterben!“ Martha küsste ihre Tochter. „Bei dir war so etwas ja auch nie nötig, Susan!“ Die junge Frau war froh, als ihr Vater hereinkam und das Thema gewechselt wurde. Susan überkam ein diffuses Gefühl der Unsicherheit. Sie hatte immer alles unterlassen, was ihr Ärger einbringen konnte. Nun gab es aber ein Geheimnis, das sie ungern teilen wollte. Susan ahnte, dass ihre Eltern darauf mit Empörung reagieren würden. Sie dachte an Linda, ihre Kollegin.
Marthas Mädchen
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