Das wollte ich schon immer, einen Mann reiten. Moses besteht auf der todlangweiligen Missionarsstellung, und das im dunklen Raum. Weiss er eigentlich, was ihm entgeht? Das hier ist wie Südsee, Sonne, Ibiza oder Malta. Moses ist wie Vorarlberg, Gronau an der Dinkel oder Gaggenau in der Schweiz.
Dieser schwere, warme Penis, verdammt. Wie ein so simples Organ derart himmlische Lustgefühle erzeugen kann, ist mir ein Rätsel.
Ich werde poetisch, wie immer, wenn ich mich dem Höhepunkt nähere. Es ist schön zu wissen, dass ich Martin ficke und nicht er mich. Für ihn ist es besser so. Falls das jemals ans Tageslicht kommt, kann er seiner Frau immer noch sagen “ich wurde gefickt, Barbara, und habe selber gar nicht so viel dazu beigetragen.” Lustvoll greift er mir mit beiden Händen an den Arsch.
Wir entflammen ineinander, und meine Lava schiesst hoch. In letzter Sekunde entzieht Vanessa sich mir. Sie nimmt die Pille nicht. Ich spritze ins Leere, bin aber glücklich wie nie zuvor. Etwas später in der Nacht weicht das Glück einer gewissen Leere. Dieses Gefühl verstärkt sich noch, als um 06:00 Uhr das Telefon auf meinem Nachttisch klingelt. “Wo bist Du?” Barbara. “Moses und ich machen sich Sorgen um Euch, weisst Du.” Ich bringe kein Wort heraus. Vanessa schaut mich fragend an. “Einmal ist keinmal”, sagt sie lächelnd zu mir und dreht sich nochmals zur Seite.
“Einmal ist keinmal”, sage ich zu ihm und drehe mich nochmals zur Seite.
“Ganz ruhig, Vanessa, ich nehme Dich jetzt von hinten und wünsche, dass Du Dir dabei gelassen eine Zigarette ansteckst.”
Ich erfülle ihm den Wunsch. Von hinten hat er mich ja noch nie genommen. Einmal ist keinmal.
Von hinten habe ich sie ja noch nie genommen. Einmal ist keinmal.
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