“ – „Claro, aber bring auch deine ganzen versifften Wachteln mit und alle auf super hohen Stöckeln. Soll ich’s dir aufschreiben oder kannst du es dir auch so merken?“ – Aus so geringem Anlass ist schliesslich die wüste Massenschlägerei entbrannt. Das kam so: Girlie hat neun Kolleginnen mitgebracht und von Hammerklavier auch die zwei neuen Paare Heels erhalten. Ein Paar hatte sogar illuminierbare Hacken. Das andere gab Töne von sich. Die Trägerin musste etwas aufstampfen, dann klang es aus einer Mini-Spieldose: „Sexy, sexy, sexy...“ Aber so harmlos war die HEEL-PARADE in der „Gib ihm“-Bar denn doch nicht. Schweini, Hammerklavier und die wortkarge Rüsselnase hatten sich da etwas ausgedacht, das ins Auge gehen musste. Mit Girlie und ihren neun Wachteln wurden zehn Stöckeldamen ins Rennen geschickt. Ohne dass es den Damen zur Kenntnis gebracht worden wäre, mixte das verruchte Dart-Trio den schwulen Barkeeper mit der Nummer sechs in die Parade. Die Saufköpfe in der „Gib ihm“-Bar hatten dann klammheimlich untereinander abgesprochen, dass Nummer Sechs Champion werde. So kam es auch. Girlie und ihre Kolleginnen drehten augenblicklich durch. Sie stürzten sich auf die hinterhältigen Trucker und vermöbelten sie nach allen Regeln der Kunst. Girlie nahm sich durch das Zweikommafünf-Promille-Level besonders motiviert den HEEL-PARADE-Champion, den schwulen Barkeeper, vor. Der liegt jetzt mit einem Schädel-Hirn-Trauma auf der Intensivstation im Komma. Die Ärzte sind besorgt um seinen Zustand. Zum Wirt der „Gib ihm“-Bar ist zu sagen, dass er die Veranstaltung hätte behördlich anmelden und genehmigen lassen müssen, wegen der Vergnügungssteuer. Er ist getürmt, weil er nun ein Steuerverfahren am Hals hat.
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