Darin hätte sich ja ein Troll verstecken können, oder so. Ich beklopfte auch die Wände. Sie waren sehr dünn; besonders die, an der mein Bett stand. Gucklöcher gab es aber keine, also zog ich mich in aller Ruhe aus und war froh, dass mein Nachthemd noch trocken war.
Es befand sich zuunterst im Rucksack. Ich knipste das Licht aus und lag wohl noch so an die zwanzig Minuten wach, als ich es hörte: ein leises Stöhnen aus dem angrenzenden Zimmer. Die Balinesin? Es klang aber wohlig, und ich musste für mich lächeln. Dann vernahm ich ein Murmeln. Eine Männerstimme war das, und die Stimme wurde vom Stöhnen der Frau begleitet. Dann war es eine Zeitlang still; nur der Regen prasselte ans Fenster. Da war es wieder. Diesmal etwas inniger. Es war ein Stöhnen aus den Tiefen der weiblichen Seele. Ich war sofort hellwach; die Geräuschkulisse erregte mich ungemein. Ich schob mein Nachthemd hoch und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Das Stöhnen ging in ein Gurren über, in ein Seufzen, und wieder in ein Stöhnen. Was tat er mit ihr? Kitzelte er sie lediglich? Küsste er sie? War er bereits in ihr? Ich schloss die Augen und machte mir bewusst, dass ich schon lange, viel zu lange, keinen Sex mehr gehabt hatte. Das Stöhnen der Frau wurde rhythmischer, und jetzt vernahm ich auch das verräterische Knarren einer Matratze. Bestimmt lag sie unter ihm, in dieser gottverlassenen Gegend kannten die doch eh nichts anderes als die Missionarsstellung im Dunkeln.
Wieso auch nicht? Ob sie ihm die Beine um die Schultern legte, damit er besser in sie eindringen konnte? Wie er wohl aussah? Korpulent wie der Kaschemmer? Oder schlank, mit knackigem Hintern? Ob er sich schon in ihr bewegte? Ich ertastete meine Cliti und rieb mich ein wenig. Das tat gut, muss ich Euch verraten. Sehr gut tat das. Dann hörte ich das Schmatzen zweier Münder, Lippen, Zungen. Aha. Ob er sie wohl weichküsste, um leichter in sie eindringen zu können?
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