Ein Gedanke kam ihm: konnte es sein, dass sie sich so etwas von ihm wünschte? Möglicherweise war er zu soft! Mauro nahm sich vor, in Zukunft stärker auf derartige Zeichen Lucias achten zu wollen. Er rieb seinen Schwanz ein wenig stärker. Lucia schrie ganz schön laut. Anscheinend machte Amanda keine Scherze, schlug sie aus vollem Herzen. Lucia erinnerte ihn jetzt an ein kleines Mädchen, wie sie aufgelöst über Amandas Knien zappelte. Lucia war 23, Amanda nur zwei Jahre älter. Trotzdem wirkte sie wie eine richtig wütende Mama auf den zusehenden Italiener. Mauro hatte drei Schwestern, die er alle schon so zu sehen bekam. Emilia, seine Mutter, erzog die Mädchen sehr streng, während sie ihm alles durchgehen ließ. Seine Schwestern fanden es ungerecht, wenn sie auf ihren schmerzenden Popos beim Abendbrot saßen, während der einzige Sohn und Stammhalter schon wieder ungeschoren davongekommen war. Mauro fühlte sich schuldig.
Daran dachte er nun, als er sich wichste. Diese Amanda schien ihm ein Teufelsweib zu sein. Lucias süßer Po strahlte wie die untergehende Sonne Napolis. Die dralle Erzieherin verhaute die Bäckchen, dass es eine Wonne war. Mauro besann sich auf seine Kindheit, dachte an die endlosen, sizilianischen Sommer. Giovanna, Marcella und Gina hießen seine Schwestern. Giovanna war bereits 21, Marcella 19 und Gina gerade 18. Mauro feierte in diesem Jahr auch seinen 19. Geburtstag, an einem heißen Tag im Juli. Wenn der Stammhalter sein Wiegenfest beging, mussten die Mädchen spuren. Mauro war es schon unangenehm, aber seine Mama bestand darauf. Emilia Rosario vergötterte ihren Jüngsten, vor allem seit sie Mauros Vater verlassen hatte. Dem Jüngsten ließ sie alles durchgehen, worunter die älteren Schwestern litten. Mamas kleinen Prinzen mussten sie bedienen, dafür sorgen, dass es ihm an nichts fehlte. Mauro wollte diese Bevorzugung nicht, aber was Mama anordnete, war halt Gesetz.
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