…Zehn Jahre nichts voneinander gehört, … und kaum sind wir zwei Stunden zusammen, ist es, als ob wir nie getrennt gewesen wären. Einfach verrückt, … aber wunderschön.“ Dem kann ich nur zustimmen. Ohne dass wir es merken, werden die Inhalte unserer Erzählungen intimer, vom ersten Kuss, über den Tag, an dem wir uns das erste Mal ausgezogen haben, um den so unbekannten Körper des anderen zu entdecken, bis hin zu ihrer Entjungferung. Schließlich fällt uns mit einem Grinsen auch unser ‚Stoßexperiment‘ wieder ein. Obwohl die Nachbartische frei sind, rücken wir näher zueinander und stecken die Köpfe zusammen, damit niemand hören kann, worüber wir uns gerade unterhalten. Die Zeit vergeht im Flug, schon ist es nach eins. Wir beschließen, ins Hotel zurückzukehren, da wir jetzt einchecken können, und noch genügend Zeit bleibt, damit wir uns vor dem offiziellen Beginn noch frisch machen können.
Nachdem ich bezahlt habe, denn selbstverständlich möchte ich Inge einladen, erheben wir uns fast schon schweren Herzens. Inge wäre vermutlich genauso gerne sitzen geblieben, wie ich. Möglichst unauffällig schaue ich mich um, denn habe ich auch keinen Ständer, ist mein Lümmel doch deutlich angeschwollen, kein Wunder bei dem Thema, und vor allem bei der aufregenden Frau. Glücklicherweise ist meine Hose weit geschnitten, sodass es nicht besonders auffällt. Als wir auf die Straße treten, hätte ich fast, wie in alten Zeiten, meinen Arm um Inge gelegt, oder sie zumindest an die Hand genommen. Im letzten Moment ziehe ich meinen Arm erschreckt zurück.
Nachdem wir die Zimmerkarten erhalten haben, stellen wir fest, dass unsere beiden Zimmer im fünften Stock liegen. Im Fahrstuhl steht sie dicht neben mir. Niemand sagt ein Wort, während wir uns einfach nur anlächeln. Am liebsten würde ich sie jetzt heiß und innig küssen, so lustvoll aufgeladen ist die Situation inzwischen. Doch das traue ich mich einfach nicht, es wäre nach der langen Zeit, in der wir keinen Kontakt hatten, wohl übergriffig. Aber irgendwie scheint mich Inges Blick dazu auffordern zu wollen. Glücklicherweise öffnen sich in dem Moment die Türen. Langsam gehen wir den langen Flur herunter.
Mein erstes Mal mit Inge
Klassentreffen - Teil 2
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Mein erstes Mal mit Inge
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