Mein First Date mit dem Fetisch-Universum

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Mein First Date mit dem Fetisch-Universum

Mein First Date mit dem Fetisch-Universum

K.D. Michaelis

Ich stöckelte die riesige, geschwungene Treppe hinauf und traf - nachdem ich ein paar Sitzgelegenheiten passiert hatte - auch schon auf den Barbereich, wo ich mich erst einmal mit einem Getränk versorgte, bevor ich es mir an einem der Stehtische gemütlich machte. Von hier aus hatte man einen guten Blick auf die allmählich hereinströmenden Besucher, die Bar und auch auf die Tanzfläche. Über letzteren befand sich in 4 bis 5 Metern Höhe auch eine Art Laufgang an der Wand, auf dem später die Modenschau vorgeführt werden sollte. Insofern schien mir dies ein guter Platz zu sein, um das gesamte Geschehen einigermaßen im Blick behalten zu können.

Ich musste schmunzeln, als ich mir die anderen Gäste näher besah. Meine japanischen Freunde von vorhin, hätten vermutlich ihren Augen nicht getraut oder sich in einen Manga-Film versetzt gefühlt. Hier gab es jede Menge wirklich gut gemachter Möpse in den üppigsten Formen, die einem beinahe schon entgegenzuspringen schienen. Diese lugten jedoch nicht nur aus Lederkorsagen hervor, sondern waren manchmal auch in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern, wenn die Lady nur einen Netz-Catsuit, ein Kettenkleidchen oder nichts - als das obligatorische Hüftkettchen - trug.

Auf Hochglanz polierte, hautenge Lack- und Latexkleider oder -hosen betonten die Rundungen ihrer Träger deutlich mehr, als sie diese verbargen - selbst in hochgeschlossenem Zustand. Manche trugen dazu auch noch die passenden Masken oder richtige Gasmasken. Wobei ich mich fragte, ob es auf die Dauer nicht wirklich anstrengend war, so Luft holen zu müssen. Einmal ganz davon abgesehen, dass man so schließlich weder tanzen, noch jemand knutschen konnte, was eine weitergehende Annäherung deutlich erschwerte - zumindest aus meiner Sicht.

Auf der Tanzfläche tummelte sich inzwischen ein wirklich sehr gut gebauter, braungebrannter Tänzer mit nacktem, sehr schön definiertem Oberkörper, der zu seiner schwarzen Anzughose und den eleganten Lackschuhen lediglich noch Hosenträger und eine Fliege in gleicher Farbe nebst weißen Armmanschetten trug.

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