Mein größtes Geheimnis

Es bleibt in der Familie

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Mein größtes Geheimnis

Mein größtes Geheimnis

Alnonymus


„Könntest du dir das wirklich vorstellen?“ fragt sie, als ob sie nicht glauben kann, was ich vorgeschlagen habe. „Ja, du bist eine großartige und erfahrene Frau.“ seufze ich fast. „Du hast schon länger den Wunsch, oder?“ werde ich gefragt, woraufhin ich nur nicke. „Deswegen schaust du mich in letzter Zeit also immer so begehrlich an, und verschlingst mich manchmal fast mit deinen Augen.“ „Hast du das gemerkt?“ frage ich erschreckt zurück. Tante Cilia lacht: „Natürlich, das merkt eine Frau. … Aber mach dir keine Sorgen, du warst sehr diskret, deine Eltern, oder der Rest der Familie, haben bestimmt nichts gemerkt.“ „Es tut mir leid.“ flüstere ich nun doch etwas verlegen darüber, ertappt worden zu sein. „Warum?“ lacht sie, „Ehrlich gesagt, es hat mir gefallen, wie du mich immer angesehen hast. Es hat fast ein bisschen gekribbelt. … Und jetzt muss ich mich entschuldigen, denn ich habe mich manchmal extra so angezogen, damit du mich auch ja anschaust.“ Wouw, mit allem hätte ich gerechnet, nicht aber mit so einer Aussage. Tante Cilia legt den Kopf leicht schief: „Du weißt aber schon, dass es nicht zum Aufgabenbereich einer Patentante gehört, ihren Neffen zu entjungfern, … außerdem ist es ungesetzlich.“

„Ich weiß.“ kann ich nur bestätigen, „Und wenn es niemand erfährt?“ Tante Cilia hat mich, warum auch immer, noch nicht rausgeworfen, also versuche ich es mit etwas mehr Mut, auch wenn ich meine Hände fest auf die Oberschenkel presse, damit sie nicht bemerkt, dass ich vor Aufregung fast zittere. „Dann ist es immer noch ungesetzlich, … und unmoralisch.“ stellt sie fest, zögert dann aber, „Kennst du den Spruch: Alles, was Spaß macht, ist ungesetzlich, unmoralisch, oder macht dick?“ Ich schüttle den Kopf. „Also mit unmoralisch und ungesetzlich hätten wir immerhin zwei von drei Bedingungen, um eine Menge Spaß miteinander zu haben. … Das ist doch schon mal was, oder?“ grinst sie mich keck an.

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