Nachdem Nira ihrem Herren vom verdünnten Wein eingeschenkt hatte, streifte sie ihre Toga zurück, glitt auf das Fußende der Liege, schlug die langen, ebenmäßigen Beine übereinander, ...und erwartete mit begierig glänzenden Rehaugen sein Diktat.
Seit sie die frauliche Reife erreicht hatte, versuchte sie ihn immer wieder prüfend zu reizen. Und es behagte dem alten Mann. Auch wenn er sie deswegen freundlich zu necken pflegte. Denn er war längst über das Alter hinaus, in dem er noch auf solche Reize reagierte. Wenngleich er sie auch gern noch registrierte...
Wie zufällig, glitt gerade eben der dünne Träger ihres Gewandes von der zierlichen Schulter. Er entblößte eine kleine, vorwitzige Spitzbrust von vollendeter Zartheit.
„Wir müssen bald einen Mann für dich suchen, sonst raubst du einem halbblinden Greis noch den Verstand“, ...lachte Melanos trocken.
Verschämt zog Nira den Stoff zurecht, und ihr breiter Mund zeigte seine weißen, ebenmäßigen Zahnreihen in unsicherem Lächeln.
„Aber wer wärmt dir dann in den kalten Nächten das Bett, Herr? ...Und wer schreibt dann deine Geschichte zu ende?“
Unter leichtem Beben rieb sie zu diesen Worten die blanken Oberschenkel übereinander. Denn diese Erzählungen erregten ihre geheimen Phantasien immer aufs neue.
O, ...dieser alte Schelm! Seine Lanze mochte wohl verwelkt sein. Doch wenn er erzählte, trieb es einem jungen Mädchen die Schamröte ins Gesicht (und den Liebessaft zwischen die Schenkel)...
„Lies mir noch einmal den Anfang vor, damit ich mich besser erinnere“, bat der alte Mann scheinheilig. . .
Nira glitt in katzenhafter Geschmeidigkeit neben den Alten, und ließ sich genüsslich den glatten Bauch kraulen. Katzenhaft war auch ihr Schnurren, als sie zu lesen begann...
Mein Name ist Melanos
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Mein Name ist Melanos
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