Mein Name ist Melanos

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Mein Name ist Melanos

Mein Name ist Melanos

Peter Hu

...Mein Name ist Melanos.
Ich bin der einzige Sohn des Athener Kaufmannes Melchos, und aufgewachsen in seinem kleinen Handelshaus. Ich war meines Vaters ganzer Stolz. Denn neben mir, hatte meine Mutter Daphne ihm nur Töchter geschenkt. Und meine Schwestern machten ihm mehr Sorgen, als Freude. Denn sie waren nicht eben hässlich. Doch wirkliche Schönheiten waren auch nicht unter ihnen, so dass es ihn eine gehörige Mitgift kosten würde, sie an den Mann zu bringen. Und beim Gold endete meines Vaters Großmut.
Doch in mich setzte er all seine Hoffnungen. Ich sollte einmal sein Geschäft übernehmen. Er lehrte mich schon früh (und in für meinen Geschmack viel zu harter Strenge), die Geheimnisse des Handels.
Damals habe ich ihn dafür gehasst, dass ich immer bei ihm im Kontor sitzen musste, während meine Freunde draußen im Hafen spielten, und große Abenteuer bestanden. Zu jener Zeit wusste ich noch nicht, dass mein Leben mehr Abenteuer für mich bereit hielt, als mir lieb sein würden.
Noch mehr hasste ich ihn, als ich in das Alter kam, in dem ich mich für das andere Geschlecht zu interessieren begann. Meine Freunde wussten schon die ungebührlichsten Geschichten zu erzählen. Aber er verstand es meisterlich, mich von den Weibern fernzuhalten.
„Du wirst mir noch dankbar sein“, schimpfte er, während er mir die schon glühende Hinterseite versohlte. Denn er hatte mich mit unserer dickbusigen, syrischen Magd Febula erwischt. Mein Leben lang habe ich diese Lektion nicht vergessen. Aber Febula war das Wagnis wert...

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