Mein Name ist Melanos

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Mein Name ist Melanos

Mein Name ist Melanos

Peter Hu

Aber was ist, wenn du sie dick machst? Wer muss dafür bezahlen?“...
Nun ja, zuerst wusste ich nicht so recht, was er damit meinte. Woher auch?
Erst später erfuhr ich, dass ich noch eine ganze Schar von Halbgeschwistern hatte.
Und das erfüllte mich doch irgendwie mit heimlichem Stolz auf meinen Erzeuger.
Vorerst aber, hegte ich Groll gegen ihn. Groll und auch Eifersucht. Schließlich beschlifen wir
die selbe Frau. Und mein „Nebenbuhler“ verbot mir den weiteren Umgang...

...Ja, zu dieser Zeit hasste ich meinen Vater für seine Strenge. Doch sah ich später ein, dass ich ihm schreckliches Unrecht damit tat. Denn er lehrte mich vieles von dem, was mich heute zu einem wohlhabenden Mann macht. Und er liebte mich. Auch wenn er das nicht richtig zeigen konnte.
Ich werde die Tränen in seinen Augen nie vergessen, als er mir die Einberufung ins Athener Heer überreichte. Ich war gerade neunzehn Jahre alt. Meine Vaterstadt führte in diesen Tagen Krieg gegen den Bund von Sparta. Jedes Bürgerhaus hatte mindestens ein männliches Familienmitglied für die Verteidigung der Stadt zu stellen. Vater hatte sich erboten, statt meiner in die Schlacht zu ziehen. Doch hatte man ihn wegen seines hohen Alters abgelehnt.
So zog ich denn für die Ehre unseres Geschlechtes in den Kampf. Und dieser Feldzug sollte für mich länger dauern, als ich es mir je hätte träumen lassen.
Aus war der Traum von Febulas herrlichen Titten. Vorbei die Freude an ihrem schönen Lachen; ...und der Tiefe ihres animalischen Schoßes. Ich war noch immer eine männliche Jungfrau. Vielleicht würde ich sogar sterben, bevor ich meine Lanze in eine heiße, saftige Möse gebohrt hatte...

Seite an Seite mit den Freunden meiner Jugend, marschierte ich in den Hafen ein. Dort wurden wir eingeschifft und von einer jubelnden Volksmenge verabschiedet. Wir waren sehr stolz und genossen das Hochgefühl des Heldentums. Doch dieses Gefühl sollte uns schon bald verlassen. Noch hatten wir keinen Feind gesehen. Geschweige denn, ihn geschlagen...
Keinen von mein Freunden sollte ich am Ende wiedersehen. Der Krieg fraß sie gierig, bis auf den letzten Mann. Ich war unter den wenigen "Glücklichen", welche die große Entscheidungsschlacht überlebten. Ein fragwürdiges Glück…

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