Meine erotische Beichte 9. Teil

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Meine erotische Beichte 9. Teil

Meine erotische Beichte 9. Teil

Luna

Ich habe nichts gegen Penetration, weder von einem hierfür gemachten männlichen Körperinstrument, noch von anderen hierzu zwar ursprünglich nicht vorgesehenen, nichtsdestoweniger aber bisweilen sehr gut geeigneten Gewächsen. Im Sommer, wenn man über den Markt geht, was lachen sie einen da an: in 1000 Formen, Größen und Farben. Ein Markt im Sommer ist der verführerischste Sexshop, den ich mir vorstellen kann.Dabei wollte ich mir so ein Ding eigentlich zuerst wirklich in einem Sexshop kaufen, bin dazu extra über 100 km weit in eine andere Stadt gefahren, damit mich auch bloß keiner erkennen solle.
Drei Mal bin ich dann daran vorbeigelaufen und habe mich einfach nicht getraut reinzugehen. Als ich mir dann endlich doch einen Ruck gegeben hatte und "drin" war, war es alles andere als erotisch: Das Publikum meist Männer nach ihrem letzten Frühling, wie ich so das Gefühl hatte, einige scheue Jünglinge, zwei kichernde Gören in einer Ecke, aber auch ein sehr attraktiver Mann in seinen "besten Jahren" - ... "dass der so was nötig hat", denke ich nur ganz kurz, bevor ich mir klar mache, dass ja auch ich hier bin...
Ich gehe an Pornoheftchen vorbei, mit lauter prallen Oberweiten, die gänzlich außerhalb meiner eigenen Möglichkeiten liegen, selbst in meinen kühnsten Träumen. Dann bleibe ich an den Dessous stehen, aber nicht etwa weil ich mir welche kaufen wollte, sondern weil ich hier an sicherem Ort aus den Augenwinkeln Ausschau nach dem halten konnte, weshalb ich eigentlich hier war. Ach ja, da hinten in der Ecke mit den zwei Kickerlieschen, dort waren die Objekte meiner Begierde, - auch wenn man das momentan nicht wirklich so nennen konnte, denn statt Begierde fühlte ich eher eine seltsame Mischung aus Scham und Scheu. - So lange aber die beiden anderen dort standen, konnte ich unmöglich auch dort hin gehen. Also schaute ich mir noch ein wenig "Reizwäsche" an, deren Reiz für mich aber höchstens in der Vorstellung bestand, dass der Plastikkram auf meiner Haut Juckreize hervorrufen würde. Endlich sind die Mädchen weg und ich mache mich wie zufällig auf in die Richtung nicht zu schnell, aber schnell genug, dass ich als nächste dort stehen würde. Aber ans Stehenbleiben war nicht zu denken. Ich traute mich einfach nicht, geschweige denn, so ein Ding mal in die Hand zu nehmen. Bei einigen Exemplaren hätte ich mir wahrscheinlich auch einen Bruch gehoben, sie hatten geradezu utopische Ausmaße. So was kann sich nur ein Mann ausgedacht haben in seinem Männlichkeitswahn, und so was wird auch nur ein Mann kaufen ... und dann damit zu Hause seine Frau zu Tode erschrecken... Allerdings gab es auch ein paar sehr schöne Exemplare, und einer davon, der war es: Von seiner Größe her eine wahre Pracht, größer als ich bisher in Natura je einen erlebt habe, aber nicht so viel größer, dass es einen nur noch das Fürchten lehren kann, realistisch steif, weil etwas gebogen, mit herausmodellierten Adern und SCHWARZ wie die Nacht... Aber statt zuzugreifen und wie eine Trophäe davon zu tragen, bin ich im gleichen Tempo weiter geschlendert in Richtung Ausgang. Doch bevor ich dieses Tor zur Freiheit erreichen konnte, musste ich noch an der Kasse vorbei. Peinlich, denn anders als die anderen Männer, die meist unter sich schauten, schämte der an der Kasse sich nicht dafür, dass er hier in diesem Raum war, er hätte genauso gut in einer Apotheke oder in einem Uhrenfachgeschäft stehen können, als sympathisch aussehender, kundenfreundlicher Verkäufer. Einfach jetzt wortlos vorbeistiefeln, das war unmöglich, ihn nach Preis und Material meines schwarzen Möchtegernfreundes fragen, noch unmöglicher. Die Rettung brachten die Auslagen direkt an der Kasse: Kondome in allen möglichen und auch schrägen Variationen. Ich ergriff eine Schachtel mit einer Sammlung von farbigen Kondomen. Um sie nun nicht stumm wie ein Fisch auf den Ladentisch legen zu müssen, fragte ich in vorgetäuschter Souveränität, ob da auch schwarze mit dabei wären. Er bejahte mit einer Normalität, wie wenn es die selbstverständlichste Frage der Welt gewesen wäre, packte das Päckchen in eine neutrale unschuldig weiße Papiertüte ein, sagte den Preis, ich zahlte, steckte meine Errungenschaft in meine Handtasche und ging hinaus auf die Straße, wo mich sofort dem allgemeinen Fußgängerstrom anpasste. Und schon zehn Meter später hätte es keiner geahnt, wo ich hergekommen bin, es sei denn er hätte meinen schon etwas stolzen Blick richtig interpretiert, obwohl ich ja von dem eigentlichen Zweck meiner Fahrt hierher ziemlich weit abgekommen war.
Ich habe mir dann noch einen schönen Nachmittag gemacht und mir stattdessen ein paar neue Schuhe gekauft - nicht schwarz! Beim Heimfahren habe ich mich dann zwischendurch doch mal über mich geärgert, was für ein Feigling ich doch gewesen war. Der nette Typ an der Kasse hätte mir genauso selbstverständlich den großen Schwarzen verkauft.
Die nächsten Tage malte ich es mir öfter mal aus, wie es gewesen wäre, wenn. Und ich hätte es schon gut gefunden, dieses Spielzeug jetzt zu Hause zu haben.
Stattdessen bin ich dann am folgenden Samstag auf den Wochenmarkt. Dort hatten es mir besonders die Zucchinis angetan, die Auberginen hatten zwar die bessere Farbe, leider aber nicht die richtige Form, wenn man aber etwas Glück hat, bekommt man auch etwas weniger dicke dafür aber etwas länglichere...
Mittlerweile habe ich einen kleinen Garten und Zucchinis gehören zu meinem Standardprogramm. Wenn man jeden Tag nachschaut, kann man sie genau in der passenden Größe ernten. Und wir wissen ja alle, frisches Gemüse, gerade geerntet, hat die meisten Vitalstoffe!!!!
Doch nicht nur ein Gärtchen besitze ich mittlerweile, sondern auch den Gummifreund von damals, oder besser gesagt einen seiner Brüder, natürlich in schwarz. Wenn die Grünsaison vorbei ist. Schicken lassen habe ich mir ihn, mittlerweile gehört so was zum Standardprogramm auch von ganz normalen Versandhäusern. Heute würde ich mich aber bestimmt auch in den Shop zu dem netten Verkäufer trauen. Vielleicht.

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