Zu ihr gewandt, fuhr sie fort, ob der Tag oder die Nacht denn noch einen schönen Abschluss gebracht habe, Consuela antwortete nicht, es war gar nicht nötig, man sah ihr das Glück an. Er verabredete sich mit ihr zum Mittagessen in einem Restaurant, in dem er schon einmal gegessen hatte, versprach Wanda wiederzukommen und seine Zeche zu bezahlen, dann verabschiedeten sie sich mit einem langen Kuss. Gegen fünf war er endlich in seinem Bett und überzeugt, dass er sich verliebt hatte, nach vielen Jahren hatte ihn die Liebe noch einmal gepackt. Beschwingt schlief er ein und nach ein paar Stunden Schlaf wachte er rechtzeitig auf, um im letzten Moment noch etwas vom Frühstück zu ergattern, bevor es abgetragen wurde.
Er war glücklich und ratlos. Keine Frage, dass er Consuela noch einmal treffen wollte. Keine Frage, dass er sich nichts Schöneres vorstellen konnte, als einen Tag und dann auch noch eine Nacht mit ihr zu verbringen, das hatte er sich jedenfalls fest vorgenommen, und all diese Freuden noch einmal zu genießen, die zu spenden nur sie in der Lage war. Aber sein Zug ging genau um 13.30 und nun musste er erst einmal umdisponieren. Er checkte im Hotel aus, brachte sein Gepäck zum Bahnhof, stellte es in ein Schließfach und buchte dann die Rückreise für den nächsten Tag um. Er nahm den spätesten Zug, den es gab, er würde erst um Mitternacht daheim sein. Im Büro anzurufen und zu sagen, er brauche dringend noch einen weiteren Urlaubstag, war kein Problem, aber einen guten Grund für seine Frau zu finden, warum er erst einen Tag später und dann auch noch so spät in der Nacht käme, war bedeutend schwieriger. Schließlich fiel ihm ein, dass sein Hobby immer ein gutes Motiv hergab und so erfand er einen zweitägigen Workshop, den er schon immer im Auge gehabt hatte, zudem gleitet von einem berühmten Fotografen, an dem er unbedingt teilnehmen müsse.
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