Schon vorher hatten sie immer wieder lange, feuchte Küsse ausgetauscht und dabei kaum Rücksicht auf ihre Umgebung genommen und von manchen Beobachtern erstaunte, wenn nicht gar entrüstete Blicke geerntet. Sie fühlten sich wie auf einer Hochzeitsreise und fieberten dem Höhepunkt entgegen, der, nach einem romantischen Dinner bei Kerzenschein, in einem Hotel stattfinden sollte, das einige Stufen besser war, als das Imperial, aber dennoch mit tolerantem Personal am Empfang, wo man nicht erpicht war, Ausweise oder andere Dokumente der Kunden sehen zu wollen, dafür war der Preis für die ganze Nacht ziemlich gesalzen. Consuela hatte die Adresse von ihren Kolleginnen erhalten, war aber noch nie in dieses, für sie sehr exquisites Ambiente eingeladen worden.
Auch diese Nacht wurde wirklich unvergesslich, weil neben ihren Liebesspielen, eine weitere, ausgiebige Fotosession hinzukam, Consuela in allen Stadien der Be- und Entkleidung, sie war überraschenderweise ganz unkompliziert und für jede Variante zu haben, ohne Scheu und Prüderie, verlangte aber nur, dass er die Bilder nicht veröffentlichen sollte und auch niemandem zeigen sollten, sie seien nur für ihn, Erinnerungen an die wunderschönen Stunden. Am nächsten Vormittag, nach einem ausgiebigen Frühstück in einem Café, gestand ihm Consuela, dass sie noch nie so gut gegessen hatte, wie an diesen Tagen, es sei wie alle Feiertage des Jahres zusammen genommen und sie gestand weiter, dass sie sich noch nie so wohl gefühlt habe, seit sie ihre Heimat und ihre Kinder verlassen habe und dass sie Angst habe und traurig sei, weil schon bald alles wieder vorbei sei. Sie verzichteten an das verliebte Erkunden der Stadt, dafür hielten sie sich lange in der Fußgängerzone auf und Consuela, obwohl sie sich nichts, aber auch gar nichts wünschte, bekam doch einige „Erinnerungen“, wie er die kleinen Geschenke nannte, die angeblich die Freundschaft erhalten.
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