Bernd verstaute seine Sachen im Kofferraum, ehe er sich wieder ins Auto setzte. Hanna fuhr auf die Straße, als ihnen der Bulle auch schon entgegenkam. Mia blieb nicht allzu viel Zeit. Hanna bediente den automatischen Fensterheber, während Mia auf den Rücksitz kniete. Sie spürte den kühlen Fahrtwind, als sie ihr Kleid über die Taille schlug. Hanna hupte in dem Moment, als der Bulle auf gleicher Höhe war. Er schaute zu dem Fiat hinüber. Bernds Augen weiteten sich. War das nicht Hanna am Steuer? Hinter ihr kniete eine Frau auf dem Rücksitz und reckte ihm ihr nacktes Hinterteil entgegen! <Scheiße, ist das Sina?> Der Bulle verneinte seine Frage, da dieser Popo etwas fülliger zu sein schien. Das Auto fuhr an ihm vorbei und Bernd brauchte etwas, um sich zu sammeln. Er hatte die Besitzerin dieses schönen Hinterns längst erkannt. Er war wütend, weil er solche Aktionen brandgefährlich fand. Bei der nächstbesten Gelegenheit wendete er den Volvo. Bernd folgte den Frauen, die in gemächlichem Tempo die Straße entlangfuhren. Sie bogen in die Willy-Brandt-Straße ein, wo sie vor dem kleinen Hotel zum Stehen kamen. Bernd parkte ebenso. Er stieg zuerst aus dem Wagen, bis sich auch Mia zu erkennen gab. „Hallo Bernd! Hat dir mein kleiner Stunt gefallen?“ Seine Stirn zeigte eine gefährliche Zornesfalte. „Das war mehr als leichtsinnig, Mia! Von dir hätte ich auch mehr erwartet, Hanna, nach der Sache mit Sina!“ Hanna schaute zu Boden. Mia verteidigte sie sofort. „Ich bin schuld, Bernd, ich ganz allein! Da ich keine Automaten mehr aufbreche und auch sonst einen bürgerlichen Lebenswandel führe, bleibt mir ja nur noch ein kleiner Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, wenn ich von dir bestraft werden will. Wann hast du mich zuletzt, wie ein ungezogenes Mädchen behandelt? Das ist sehr lange her, Bernd!“ Der Bulle merkte, was mit Mia los war. „Ich dachte, dass du vernünftig bist, aber ich habe mich wohl getäuscht. Ich würde vorschlagen, dass Hanna nachhause fährt und du mit zu mir kommst, Mia. Wir haben etwas zu klären!“ Hanna mischte sich ein. „Moment mal, bin ich jetzt überflüssig, oder was?“ Der Bulle sah sie scharf an. „Du hast auch eine Abreibung verdient, Hanna!“ Er nahm ihre Hand, um sie zu seinem Volvo zu führen.
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