Mia folgte ihm in den Nebenraum, den sie noch von ihrem letzten Besuch kannte.
„Wenn ich Dich richtig verstanden habe! Einen Rohrstock, der stärker schmerzt, sollst Du bringen? Aber ihr Beide habt doch Zwei mitgenommen. Reichen die denn nicht aus? Was hast Du denn angestellt, Mädchen? Du musst es mir schon sagen, damit ich Dir helfen kann!“
Mia lächelte. Dass Herr Roth sie nun duzte, gefiel ihr. Es machte es ihr irgendwie leichter, sich ihm gegenüber zu öffnen. Sie sprach nun mit fester Stimme, was sie selbst überraschte.
„Na ja, ich gehe nicht immer zur Schule, und Bernd hat gedroht, dass ich es beim nächsten Mal Schwänzen ganz schlimm kriegen werde. Ich soll etwas mitbringen, das richtig weh tut!“
Herr Roth blickte auf seine Armbanduhr. Es war kurz nach 9 Uhr! Sollte Mia nicht in der Schule sein?
„Du schwänzt Doch heute auch, oder nicht? Du solltest doch sicher erst nach der Schule vorbei kommen. Es wundert mich nicht, dass Du schon wieder in Schwierigkeiten bist. Wie auch immer – Ich hätte noch etwas auf Lager. Allerdings müsste ich mir vorher noch einmal Deine Sitzgelegenheit anschauen. Wenn Du damit einverstanden bist, hebst Du bitte hinten Dein hübsches Kleid etwas an.“
Eine Welle der Scham brach über sie herein. Ohne den Bullen im Rücken, quasi ganz allein konnte sie doch nicht vor dem alten Herrn…
Mia zögerte lange, ehe sie einen Ausweg fand, der ihr gangbar schien. Sie stotterte fast, als sie ihren Vorschlag aussprechen musste:
„Könnten Sie nicht? Ich meine, dass Sie vielleicht mein Kleid…sie wissen schon, dass sie es hoch…heben? Das wär mir schon lieber, wenn Sie das machen könnten. Ich schäme mich so…“
Herr Roth fand ihren Wunsch nachvollziehbar, aber auch ziemlich herausfordernd. Schon bei der Vorstellung, dass er das Mädchen entblößen sollte, wurde ihm etwas schwindlig. In einer Ecke des Raums stand ein kleines Sofa, auf das sich Herr Roth manchmal legte, um einen kleinen Mittagsschlaf zu machen.
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