Beim Frühstück am nächsten Morgen gab es eine faustdicke Überraschung für Mia. Hanna saß am Küchentisch, schenkte ihr das bezaubernde Lächeln, welches Mia im Gedächtnis behalten hatte. Neben Hanna machte es sich Sina bereits bequem, während Herr Roth Rühreier brutzelte. Dem alten Mann gefiel es, die drei jungen Frauen zu verwöhnen. Albrecht wirkte um gute 10 Jahre jünger, sah kaum noch wie ein Greis aus, der die achtzig auch schon hinter sich gelassen hatte. Mia umarmte Hanna, die von ihrem kleinen Aushilfsjob bei Herrn Roth berichtete. Albrecht hatte sie bereits zum Weihnachtsessen am 25.12.eingelanden und Hanna sagte sofort zu. Nach dem Frühstück wollten Sina und Mia einkaufen gehen. Beide Frauen brauchten noch ein paar Kleinigkeiten und sie hofften, dass sie diese in dem kleinen Städtchen finden würden. Albrecht und Hanna öffneten den Laden, der danach für zwei Wochen geschlossen blieb. Als die Zwei alleine waren, eröffnete Albrecht das heikle Gespräch. Hanna sah ihren Chef immer ungläubiger an, je länger er auf sie einredete. Sie schluckte, da sie mit so etwas echt nicht gerechnet hatte. Immerhin war morgen schon Heiligabend! Sie zitterte.
Albrecht hatte lange nachgedacht, ehe er seinen Entschluss fasste. Hanna machte einen guten Job, arbeitete fleißig in seinem Korbwarenladen. Dennoch fiel sie immer mal wieder durch ihre große Klappe auf, was Herrn Roth ärgerte. Durch Mias und Sinas Besuch fiel ihm wieder ein, was solchen vorlauten, jungen Frauen gebührte. So ein ordentlicher, vorweihnachtlicher Popovoll half am besten!
„Hanna, ich muss dir dringend etwas sagen! Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit deiner Arbeit aber es gibt doch die ein oder andere Sache, die mir nicht so gefallen hat. Erinnerst du dich an Frau Klug, eine meiner Stammkundinnen? Sie hat sich bei mir über dich beschwert, weil du unverschämt gewesen seist.
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